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Bau- und Gartenmarktbetreiber gewinnen online Marktanteile zurück

Das IFH prognostiziert dem Onlinehandel ein weiterhin starkes Wachstum.

Das IFH prognostiziert dem Onlinehandel ein weiterhin starkes Wachstum.

Handelsunternehmen im Bereich Heimwerken und Garten gehören zu den "neuen Treibern aus dem stationären Handel", die Marktanteile im Onlinehandel zurückgewinnen und dafür sorgen, dass der Marktanteil der Internet-Pure-Player "nicht mehr ganz so stark wächst". Zu dieser Einschätzung kommt der Onlinemarktexperte des IFH - Institut für Handelsforschung Hansjürgen Heinick auf Basis des neuen "IFH-Branchenreport Onlinehandel". Ähnlich ist es im Bereich Consumer Electronics und Fast Moving Consumer Goods.

Ausgehend von aktuellen Rahmenbedingungen werden 2021 online voraussichtlich 80,4 Mrd. Euro (zu Endverbraucherpreisen, inklusive Umsatzsteuer) ausgegeben, so die IFH-Prognose. 2016 stieg der Onlineumsatz erstmals auf mehr als 50 Mrd. Euro. Dabei werde auch die Relevanz von Cross-Channel steigen. "Denn eines ist klar: Erfolgreiche Händler müssen die Konsumenten in ihren vielfältigen Bewegungsräumen abholen und dabei alle Möglichkeiten ausschöpfen, die etwa eine Mehrkanal-Vertriebsstrategie bietet", sagt Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

Die Trendrechnung basiert zudem auf der Annahme, dass die Wachstumsraten im Onlinehandel in den kommenden Jahren leicht abnehmen. Aber: Selbst bei stärker sinkenden Wachstumsraten und insgesamt abnehmender Dynamik ist bis 2021 mit einem Onlineumsatz von 70,1 Mrd. Euro zu rechnen. Entwickelt sich der Onlinehandel dagegen dynamischer und bleiben die Zuwachsraten auf dem hohen Niveau der Jahre 2011 bis 2016, geht die IFH-Berechnung sogar von einem Onlineumsatz von 97,5 Mrd. Euro im Jahr 2021 aus.

Der Blick auf die 45 verschiedenen Konsumgütermärkte, die der Branchenreport unter die Lupe nimmt, zeigt dabei erneut ein differenziertes Bild: Während der Onlineumsatz mit Lebensmitteln und Delikatessen 2016 um mehr als 22 Prozent wuchs, verbuchte der Fotomarkt ein Plus von drei Prozent. Die Märkte für Wäsche, Elektrokleingeräte sowie Glas, Porzellan, Keramik und Hausrat liegen 2016 mit Wachstumsraten zwischen acht und 13 Prozent im Mittelfeld. Insgesamt ist der Onlinehandel 2016 um 10,8 Prozent gewachsen.

|23. November 2017


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