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Baumärkte wachsen 2017 im Bad- und Sanitärmarkt unterm Schnitt

Im Schnitt der vergangenen vier Jahre haben die Baumärkte ihre Umsätze mit Bad- und Sanitärartikeln verglichen mit den anderen Vertriebswegen überproportional gesteigert.

Im Schnitt der vergangenen vier Jahre haben die Baumärkte ihre Umsätze mit Bad- und Sanitärartikeln verglichen mit den anderen Vertriebswegen überproportional gesteigert.

Der deutsche Markt für Bad- und Sanitärartikel wächst in diesem Jahr auf ein Volumen von 8,951 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahr 2013 ist das ein Plus von knapp 12 Prozent. Die Pro-Kopf-Ausgaben sind inzwischen auf fast 110 Euro gestiegen. Von diesen Zahlen geht das Marktforschungsunternehmen Marketmedia14 in seinem "Branchen-Spiegel Wohnbäder 2018" aus.

Von diesem Wachstum haben nicht alle Vertriebswege gleichermaßen profitiert. Die Baumärkte - mit einem Marktanteil von gut 20 Prozent zweitgrößter Vertriebsweg - schneiden laut Marketmedia24 in diesem Jahr genau wie das Handwerk - die Nummer eins mit 41 Prozent - unterdurchschnittlich ab. Dagegen werden der Möbelhandel sowie der Direktvertrieb und der Distanzhandel das Jahr 2017 mit Wachstumsraten abschließen, bei denen eine drei vor dem Komma steht.
Direktvertrieb und Distanzhandel sind auch die großen Gewinner im Vier-Jahres-Vergleich: Seit 2013 hat dieser Kanal 23,4 Prozent hinzugewonnen. Doch auch die Baumärkte liegen mit 14,0 Prozent über dem Branchenschnitt. Den Marktanteil des Online-Handels gibt die Studie mit mehr als 10 Prozent an.

Umsatz-Spitzenreiter auf Produktebene sind Badewannen, Duschen, Waschbecken und WC-Ausstattungen aus Kunststoff, die gegenüber 2016 um fast 10 Prozent zugelegt haben. Die Kurzfristprognose von Marketmedia24 schreibt die positive Entwicklung fast aller Warengruppen für die Jahre 2018 und 2019 noch deutlicher fort.

Insgesamt halten die Autoren fest: "Derweil herrscht allein aufgrund der anhaltend positiven Wohnungsbauperspektiven fundierter Optimismus in der Branche. Schließlich wird in Deutschland gebaut wie lange nicht mehr."

|22. November 2017


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