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Baumärkte könnten deutlich mehr mit Sanitärkeramik umsetzen

Baumärkte stehen im Vergleich mit anderen Vertriebskanälen von Sanitärkeramik nicht schlecht da, könnten aber deutlich mehr verkaufen, meint die Unternehmensberatung Titze.

Baumärkte stehen im Vergleich mit anderen Vertriebskanälen von Sanitärkeramik nicht schlecht da, könnten aber deutlich mehr verkaufen, meint die Unternehmensberatung Titze.

Im Segment Sanitärkeramik wird der Inlandsmarkt im Neubau in den nächsten Jahren für deutsche Hersteller nur sehr geringe Marktsteigerungen ermöglichen. Deutlich mehr geht bei der Badrenovierung, vor allem in der Zielgruppe der Best Ager. Dieses Fazit zieht die Unternehmensberatung Titze in ihrer neuen Studie "Der Markt für Sanitärkeramik und Dusch-WCs in Deutschland bis 2025".

Darin halten die Autoren auch fest, dass Baumärkte konjunkturbedingt einen guten Zulauf haben, bei besserer Beratungsqualität aber deutlich erfolgreicher abschneiden könnten. Die Entwicklung im Großhandel stagniert, während das Wachstum des Onlinehandels weiter an Geschwindigkeit gewinnt.

Von den Produktgruppen machen Waschbecken mit fast zwei Dritteln Umsatzanteil (63,8 Prozent) den Löwenanteil aus. Auf Toiletten entfällt etwas mehr als ein Viertel (27,4 Prozent) des Umsatzes mit Sanitärkeramik. Der Rest entfällt auf Urinale (5,2 Prozent) und Bidets (3,6 Prozent).

Vor allem für den Markt für Dusch-WCs sieht die Studie Wachstumspotential. In Deutschland wurden 2010 für 7,9 Mio. Euro Dusch-WCs verkauft (zu Herstellerabgabepreisen netto). 2018 waren es schon 26,4 Mio. Euro. Bis 2025 wird der Markt auf 64,9 Mio. Euro allein in Deutschland wachsen.

Weltweit gelten neben Japan vor allem China und Südkorea als Schlüsselmärkte für die weitere Entwicklung von Dusch-WCs. Laut einer Studie der japanischen Regierung besitzen heute 77,5 Prozent der privaten Haushalte ein Dusch-WC.
Viele Probleme der Branche bezeichnen die Autoren der Studie als hausgemacht. So würden vor allem die älteren potentiellen Endkunden nur unzureichend animiert, neue Anschaffungen zu realisieren. Das sei bedenklich, da die Gruppe der Endkunden mit mehr als 50 Jahren die höchsten Konsumausgaben für Bäder und somit auch für Sanitärkeramik und Dusch-WCs tätigen.

| 7. November 2019

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