News | Geruchsfetischismus

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Heftige Kritik an Hornbachs aktueller TV-Werbung

An der aktuellen Fernsehwerbung von Hornbach gibt es teils heftige Kritik.

An der aktuellen Fernsehwerbung von Hornbach gibt es teils heftige Kritik.

Zum Teil heftige Debatten gab und gibt es um den aktuellen TV-Spot "So riecht das Frühjahr" von Hornbach. In dem Werbefilm wird die verschwitzte Wäsche von Gartenarbeit ausübenden Männern eingesammelt, eingeschweißt und offensichtlich nach Asien versandt, wo eine Frau aus einem Automaten ein vakuumiertes Wäschestück zieht, den Beutel aufreißt und - offenbar beglückt - an der Wäsche riecht. Der Spot spielt damit am Schluss auf das Thema Olfaktophilie (Geruchsfetischismus) an, auch wenn der Nachweis zur tatsächlichen Existenz von sogenannten "Mädchenschlüpfer-Automaten" in Japan eher schlecht ist.

Ein in Deutschland lebender Südkoreaner hat vor wenigen Wochen eine Onlinepetition gegen die Hornbach-Werbung gestartet, der sich zig Tausende Personen anschlossen. Der Initiator kritisiert, in der Werbung würden asiatische Frauen dazu benutzt, dass sich weiße Männer besser fühlen würden.

Hornbach hat zwischenzeitlich auf die Vorwürfe reagiert: "Fremdenfeindliche Kommentare und Meinungen haben bei uns keinen Platz. Wir unterstützen Vielfalt und begrüßen gegenseitigen Respekt. Im Spot geht es um die Sehnsucht nach dem Frühling, die in einer grauen Betonstadt leider nur aus dem Automaten kommen kann." Hornbach-Sprecher Florian Preuß sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass es das Letzte, was man gewollt habe, gewesen sei, dass sich Menschen durch die Werbung verletzt fühlten. Guido Heffels, Kreativchef der Hornbach-Werbeagentur Heimat, weist seinerseits die Kritik am Werbespot zurück: "Ich vermag darin beim besten Willen keinen Rassismus zu erkennen und es war natürlich auch in keiner Weise die Absicht, einen solchen Eindruck zu vermitteln."

Inzwischen hat am Unternehmenssitz in Bornheim auch ein klärendes Gespräch mit drei Twitter-Nutzerinnen, die sich zum Kommen bereit erklärt hatten, stattgefunden. Der Werberat in Österreich, wo der Spot auch lief, hat Bedenken gegen die Hornbach-Werbung als unbegründet zurückgewiesen. Bei der Spot-Erstausstrahlung Mitte März hatte das Internetportal "Horizont" noch gelobt, dass die Hornbach-Agentur "das Wechselspiel zwischen kreativer Botschaft und breit angelegter Produktkommunikation" beherrsche.

| 3. April 2019 | 11:45

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