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Kingfisher verlässt Spanien, Portugal und Russland

Véronique Laury, CEO von Kingfisher, hat bekannt gegeben, dass sich der Konzern aus Russland, Spanien und Portugal zurückziehen wird. [Bild: Kingfisher]

Véronique Laury, CEO von Kingfisher, hat bekannt gegeben, dass sich der Konzern aus Russland, Spanien und Portugal zurückziehen wird. [Bild: Kingfisher]

Véronique Laury, CEO von Kingfisher, hat bekannt gegeben, dass der europaweit tätige Konzern sich aus Russland, Spanien und Portugal zurückziehen wird. Die Entscheidung wurde bekannt gegeben parallel zur Veröffentlichung der Konzernergebnisse für das dritte Quartal 2018. Demnach steht der Schritt im Zusammenhang mit dem Umbau des Konzerns zu One Kingfisher, Problemen mit der Marke Castorama in Frankreich und einer Fokussierung auf die Hauptmärkte von Kingfisher.

In der kurzen Erklärung heißt es wörtlich:"Wir fühlen uns unserem Plan [Red.: von One Kingfisher] verpflichtet und wollen ein langfristig starkes Unternehmen aufbauen. Im Rahmen dieser Verpflichtung haben wir die Entscheidung getroffen, Russland, Spanien und Portugal zu verlassen. Dies wird es uns ermöglichen, unsere Strategie gezielter und effizienter in unseren Hauptmärkten anzuwenden, in denen wir tätig sind oder sein können."

Von dem Schritt sind 28 Märkte der Marke Brico Dépôt in Spanien betroffen, die Anfang dieses Jahres für 175.000 m² Verkaufsfläche standen, 20 Castorama-Märkte in Russland, die für 201.000 m² standen, sowie 3 Brico Dépôt-Standorte in Portugal, die für 20.000 m² standen. Wann genau die Märkte geschlossen werden, wurde nicht bekannt gegeben.

Kingfisher kämpft seit langem mit Schwierigkeiten in mehreren europäischen Märkten, darunter dem englischen Heimatmarkt und in Frankreich. Im jüngsten Geschäftsbericht für das dritte Quartal 2018 gab das Unternehmen bekannt, dass der konzernweite Umsatz um 1,4 Prozent gestiegen ist, während er flächenbereinigt um 0,7 Prozent zurückging. Einen besonders starken Rückgang gab es in Frankreich von 3,9 Prozent (flächenbereinigt minus 3,4 Prozent) mit den Marken Castorama und Brico Dépôt. In der Region Vereinigtes Königreich und Irland stiegen die Umsätze der Marke Screwfix um 10,6 Prozent (flächenbereinigt plus 4,1 Prozent), während sie bei der Hauptmarke B&Q um 2,8 Prozent (flächenbereinigt minus 2,9 Prozent) zurückgingen. In Polen stiegen die Umsätze im dritten Quartal um 2,4 Prozent (flächenbereinigt plus 1,4 Prozent), auf der iberischen Halbinsel um 0,9 Prozent (flächenbereinigt plus 2,0 Prozent), in Rumänien um 77,1 Prozent (flächenbereinigt minus 0,5 Prozent) und in Deutschland um 5,8 Prozent (flächenbereinigt plus 6,4 Prozent). In Russland fiel der Umsatz um 6,4 Prozent (flächenbereinigt plus 2,7 Prozent).




|22. November 2018 | 11:45

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