BEVH-Umfrage

Die Hälfte der Verbraucher würde Mehrweg im Onlinehandel bevorzugen

Wenn der Postmann klingelt, muss er nach Ansicht vieler Verbraucher nicht unbedingt Kartons dabeihaben, die später weggeschmissen werden.(Quelle: Pexels)
Wenn der Postmann klingelt, muss er nach Ansicht vieler Verbraucher nicht unbedingt Kartons dabeihaben, die später weggeschmissen werden.
19.12.2023

Jede zweite Onlinekäuferin oder -käufer würde Mehrwegverpackungen gegenüber konventionellen Einwegkartonagen bevorzugen. Das zeigt eine aktuelle Kurzumfrage von Civey im Auftrag des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel (BEVH). Die Ergebnisse sind repräsentativ für Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland, die Ende November im Internet eingekauft haben.

Danach gefragt, ob sie für den Versand von Online-Bestellungen lieber Kartons beziehungsweise Plastiktüten oder eine Mehrwegverpackung bevorzugen, sofern es entsprechende Lösungen gäbe, würden sich 36,2 Prozent der Kundinnen und Kunden „eindeutig“, weitere 13,8 Prozent „eher“ für den Mehrwegversand entscheiden. Dem gegenüber stehen nur 11,7 Prozent die „eindeutig“, und weitere 13,1 Prozent, die „eher“ weiter mit konventionellen Verpackungen beliefert werden möchten. Ein Viertel der Befragten (25,2 Prozent) war „unentschieden“.

Die Einsparmöglichkeiten beim Verpackungsmaterial im Onlinehandel sind nach Angaben des BEVH enorm. Ist der Einsatz von Mehrwegversandlösungen möglich, können durch neuartige Versandtaschen und Boxen bei 20 und mehr Durchläufen bis zu 98 Prozent weniger CO2-Äquivalente verursacht werden als bei konventionellen Einwegkartonagen.

Mehrweg ist in den meisten Fällen mit einem Mehraufwand für die Verbraucherinnen und Verbraucher verbunden, die die Versandtaschen und -boxen nach Erhalt der Ware zu einer Annahmestelle zurückbringen müssen, gegebenenfalls gegen Pfand. Danach gefragt, ob die Verbraucherinnen und Verbraucher der Nachhaltigkeit zuliebe bereit sind, Mehrwegverpackungen regelmäßig zurückzugeben, antwortet bisher nur ein Viertel (23,8 Prozent) mit Zustimmung, fast die Hälfte (44,8 Prozent) ist „unentschieden“. Auffallend sind dabei die Altersunterschiede: Die niedrigste Zustimmung erreicht die Mehrwegrückgabe bei Befragten im Alter von 18 bis 29 Jahren, am höchsten bei den 30- bis 39-Jährigen.

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