Scheppach profiliert sich aktuell im Segment Heimwerken und Garten damit, seine Akku-Range auszubauen. Dafür hat der traditionsreiche Werkzeuganbieter auch die Internationale Eisenwarenmesse genutzt.
Vor zwei Jahren hat Scheppach genau hier seine neue IXES 20-Volt-Serie mit 50 Geräten vor allem für Heimwerker vorgestellt. Nun hat das Unternehmen erheblich nachgelegt und weitere 50 neue Geräte nach Köln mitgebracht. Doch dabei soll es nicht bleiben. „Das Ziel ist es, diese Range weiter auszubauen und bis 2030 auf 300 Geräte zu kommen“, berichtet Marketingleiter Andreas Pilz.
Dafür wird sich Scheppach in den kommenden Jahren stärker als bisher im Bereich Garten engagieren. „Einen Mäher, einen Rasentrimmer, eine Heckenschere – die benutzen immer weniger als Benzin- oder Elektrogerät“, hat das Unternehmen beobachtet und seine Akku-Strategie entsprechend ausgerichtet. „Hier werden wir einen starken Fokus aufbauen“, sagt Pilz, „denn hier sehen wir das größte Potenzial.“
Für seine 20-Volt-Serie hat Scheppach ein eigenes Team aufgestellt, das mit den Kollegen bei den Produktionslinien in Fernost intensiv zusammenarbeitet. „An den Bändern dort stehen Ingenieure von uns und prüfen die Qualität vor Ort“, erläutert Pilz.




Von der Positionierung her bleibt sich Scheppach treu: Man konzentriert sich mit dem Akku-Angebot auf die DIY-Zielgruppe, die man in den großen europäischen Märkten, also vor allem in Deutschland und Frankreich, in erster Linie über den Vertriebskanal Baumarkt anspricht. „Wir sind die Marke für die Heimwerker“, sagt Pilz. „Wir haben vom Einstiegsgerät für denjenigen, der sich zum ersten Mal einen Akku-Schrauber kauft und einfach ausprobieren möchte, bis zum Gerät für ambitionierte Heimwerker alles im Programm.“
Gleichzeitig will man auch Zielgruppen ansprechen, die man als preisbewusste Häuslebauer beschreiben könnte – Kunden also, die beim Selbermachen Kosten sparen und entsprechende Geräte nachfragen.
Dazu gehört bei Scheppach auch schon mal mehr als Handwerkzeug. So hat das Unternehmen auch einen Minibagger im Sortiment, den es im vergangenen Jahr in einer mittleren vierstelligen Stückzahl verkauft hat – und der auf dem Messestand in Köln eine gerne gefilmte und fotografierte kleine Attraktion war.
Auf der anderen Seite der Range ergänzt Scheppach sein klassisches Heimwerker-Sortiment aus Schraubern, Sägen oder Schleifer – neben dem neuen Fokus auf Gartengeräte – durch Geräte für den Hobby- und Haushaltsbereich. So gibt es beispielsweise einen Akku-Staubsauger oder ein DAB-Plus-Radio, landläufig Baustellenradio genannt, obwohl Pilz es auch im Lifestyle-Umfeld sieht – „man nimmt es vielleicht auch mit, wenn man an den See geht“.
Um den verschiedenen Leistungsklassen gerecht zu werden, hat Scheppach seine 20-Volt-Range der 2- und 4-Ampère-Geräte um das Segment 8 Ampère für energieintensive Aufgaben erweitert. Konkret geht es beispielsweise um Rasenmäher, Kettensägen oder Winkelschleifer, für die man sehr viel Energie braucht. „Wenn man einen Rasenmäher mit zweimal 8 Ampère betreibt, kommt man auf einmal auf eine Reichweite von 600 bis 700 m²“, erläutert Pilz.
Präsentiert werden können die Scheppach-Geräte nicht nur im Regal. Der Anbieter hat auch ein Konzept für die Zweitplatzierung im Baumarkt entwickelt, das insbesondere Spontankäufer ansprechen soll. Hier werden fertig gepackte Sets angeboten, die neben dem Gerät auch den Akku und das Ladegerät enthalten. „Im Powertool-Bereich hat es jeder gelernt, dass er zum Gerät noch einen Akku und ein Ladegerät kaufen muss“, beschreibt Pilz das Konzept. „Im Gartenbereich ist der Akku aber im Set enthalten.“ Das Set wird in der Regalkopfgondel platziert, der Kunde muss also nicht erst noch nach dem Akku suchen.
Auch bei Scheppach weiß man natürlich, dass die Kundentreue im Preiseinstiegssegment, in dem sich der Anbieter unter anderem bewegt, nicht besonders ausgeprägt ist: Hier geht es um den Spontankäufer, der im Markt ein gutes Angebot sieht. „Entscheidend ist: dieser Kunde kommt auf unsere Plattform“, erläutert Andreas Pilz das Konzept. „Und dann kann er sich damit natürlich weiterentwickeln, wenn er sieht: Das hat mich überzeugt.“













