Für die grüne Branche ist der bevorstehende Valentinstag wenig romantisch der erste Geschenkanlasstag 2014. Er liegt in diesem Jahr weitaus günstiger als in den beiden Vorjahren, als er direkt vor oder nach Fasching beziehungsweise Karneval lag. Im vergangenen Jahr wurde das Umsatzniveau von 120 bis 130 Mio. € aus den Vorjahren knapp gehalten. In diesem Jahr, stellt die AMI Agrarmarkt Informations-Gesellschaft fest, sei das mediale Interesse ungebrochen, vor allem der branchenfremde Handel werbe vermehrt mit veredelten Produkten zum Valentinstag.
Im vergangenen Jahr blieben die nachgefragten Sortimente nahezu unverändert, während es bei den aufgesuchten Einkaufsstätten Verschiebungen gab. Auch 2013 griffen die (meist männlichen) Verbraucher zum Valentinstag entweder zu Schnittrosen oder Topforchideen.
Bei den Schnittblumen, die in der Valentinswoche 2013 eingekauft wurden, entfielen rund 61 Prozent der Ausgaben auf Rosen, das sind neun Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Den zweiten Platz belegten Schnitttulpen mit rund 15 Prozent. Der Rückgang um vier Prozentpunkte dürfte vor allem in den winterlichen Temperaturen begründet sein.
Rund ein Drittel der Ausgaben in der Valentinswoche entfiel auch im vergangenen Jahr auf blühende Zimmerpflanzen. Topforchideen verloren zwar rund vier Prozentpunkte, erreichten so aber rund 59 Prozent der Ausgaben für blühende Zimmerpflanzen und waren nicht vom Spitzenplatz zu vertreiben.
Während die in der Valentinswoche 2013 als Geschenke eingekauften Schnittblumen vor allem in Blumenfachgeschäften erworben wurden, stammte der überwiegende Teil der Topforchideen aus Discountern. Für Schnittrosen stieg der Anteil an den privaten Ausgaben in Blumenfachgeschäften um rund elf Prozentpunkte auf 60 Prozent an. Bei Mischsträußen zeigte sich die Entwicklung genau gegenläufig. Hier verloren die Blumenfachgeschäfte rund 13 Prozentpunkte der privaten Ausgaben in der Valentinswoche und erreichten so knapp 50 Prozent.

Das Rosen-Angebot auf der IPM war breit gefächert.

Auch romantisch: Arrangement auf der Ausstellung in der Green City der IPM 2014.