Verbraucherstimmung

Eintrübung zeichnet sich ab

Zurückgehende Einkommenserwartung und Angst vor Teuerung könnten Verbraucherstimmung in Deutschland belasten, so der HDE.Bildunterschrift anzeigen
Zurückgehende Einkommenserwartung und Angst vor Teuerung könnten Verbraucherstimmung in Deutschland belasten, so der HDE.
06.09.2017

Die aktuell gute Verbraucherstimmung könnte sich in den kommenden drei Monaten eintrüben, wie der Handelsverband Deutschland (HDE) auf Grundlage seines Konsumbarometers mitteilt. Anzeichen für eine Verschlechterung seien demnach unter anderem eine zurückgehende Einkommenserwartung und die Angst vor einer zunehmenden Teuerung.
"Die Verbraucherstimmung ist nach wie vor auf einem hohen Niveau. Allerdings zeichnet sich eine Eintrübung ab", so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Es müsse sich in den kommenden drei Monaten zeigen, ob der private Konsum weiterhin ein zentraler Treiber des Wachstums in Deutschland bleiben könne. Im September verzeichnete das HDE-Konsumbarometer den dritten Rückgang in Folge. Das Niveau liegt damit nur noch knapp oberhalb des Tiefststands vom Beginn des Jahres.
Angesichts der steigenden Unsicherheit bei den Verbrauchern, fordert der HDE eine entschlossene Stärkung der Kaufkraft. "In Zeiten von Rekordeinnahmen muss der Staat den Bürgern jetzt etwas zurückgeben und die Binnenkonjunktur stärken", so Genth weiter. Insbesondere kleine und mittlere Einkommen müssten entlastet werden.
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