AMI-Zahlen 2018

Blumen und Zierpflanzen überstehen den Sommer besser als gedacht

Die Pro-Kopf-Ausgaben für Beet- und Balkonpflanzen sind 2018 auf rund 22 Euro gestiegen.
Bildunterschrift anzeigen
Die Pro-Kopf-Ausgaben für Beet- und Balkonpflanzen sind 2018 auf rund 22 Euro gestiegen.
29.01.2019

Der Markt für Blumen und Zierpflanzen in Deutschland ist im vergangenen Jahr um rund 0,5 Prozent auf ein Volumen von 8,7 Mrd. Euro (zu Einzelhandelspreisen) gewachsen. Von dieser Schätzung auf Basis der ersten drei Quartalen geht der der Zentralverband Gartenbau (ZVG) aus, der die Zahlen jährlich durch die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) berechnen lässt.
Damit ist das Marktvolumen voraussichtlich ein wenig hinter dem des Rekordjahrs 2016 zurückbleiben, sollte aber das zweitbeste Jahr in der Betrachtung der Marktentwicklung seit 2010 bleiben. Vor dem Hintergrund des für die Branche schwierigen, weil lange heißen und trockenen Sommers wird dies als gutes Ergebnis gewertet.
Die Pro-Kopf-Ausgaben für Blumen und Zierpflanzen sind 2018 wohl auf knapp 105 Euro gestiegen. Die Ausgaben für Beet- und Balkonpflanzen legten auf rund 22 Euro zu, gefolgt von denen für Gehölze, die stabil bei gut 17 Euro liegen. Auf blühende Zimmerpflanzen entfielen 13 Euro, auf grüne gut 5 Euro je Einwohner. Stauden konnten erneut zulegen und haben erstmals die 6-Euro-Marke überschritten. Auf Blumenzwiebeln und Kräuter entfielen je rund 3 Euro der Pro-Kopf-Ausgaben.
Dagegen blieben Schnittblumen hinter den Vorgaben aus 2017 zurück. Das Marktvolumen ist um rund 1,5 Prozent auf knapp unter 3 Mrd. Euro gesunken. Die Pro-Kopf-Ausgaben sind mit Ausgaben von rund 35 Euro pro Kopf weiterhin das bedeutendste Einzelsegment am Markt.
Gerade der Schnittblumenmarkt hatte 2018 unter der extremen Witterung zu leiden. In der ganz heißen Zeit drängten neben den Importen gleichzeitig aufblühende Sätze aus der heimischen Produktion auf den Markt, was kurzzeitig zu einem enormen Überangebot führte.
Bei Topfpflanzen konnten vor allem die kleinen Segmente 2018 punkten. Mit einem Wachstum von 7,5 Prozent toppten Stauden die Entwicklungen aller anderen Marktsegmente und erreichten ein Volumen von gut 0,5 Mrd. Euro. Blumenzwiebeln wuchsen um 5,7 Prozent auf knapp 0,3 Mrd. Euro. Auch grüne Zimmerpflanzen entwickelten sich mit einem Plus von 3,7 Prozent stark, womit sich ihr Marktvolumen auf gut 0,4 Mrd. Euro erhöhte. Kräuter wuchsen moderat um 1 Prozent weiter, während Beet- und Balkonpflanzen mit einem Plus von 0,8 Prozent besser performten als in den Hitzemonaten befürchtet.
Kräuter erreichten so ein Volumen von gut 0,2 Mrd. Euro, Beet- und Balkonpflanzen rund 1,8 Mrd. Euro. Blühende Zimmerpflanzen blieben mit einer Steigerungsrate von 0,4 Prozent hinter dem durchschnittlichen Gesamtmarktwachstum zurück und erreichten ein Volumen von knapp 1,1 Mrd. Euro. Gehölze konnten ihr Ergebnis mit gut 1,4 Mrd. Euro stabil halten. Hier wird für 2019 mit Marktimpulsen gerechnet, die auf nötige Ersatzpflanzungen zurückzuführen sind.
Das Marktvolumen hat 2018 den Rekordwert von 2016 nach einer Delle im vergangenen Jahr fast wieder erreicht.
Das Marktvolumen hat 2018 den Rekordwert von 2016 nach einer Delle im vergangenen Jahr fast wieder erreicht.
Schnittblumen bleiben trotz eines um 1,5 Prozent geschrumpften Marktvolumens das wichtigste Segment.
Schnittblumen bleiben trotz eines um 1,5 Prozent geschrumpften Marktvolumens das wichtigste Segment.
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Das neue Abo: Print – Digital – Online
Jetzt gratis testen
diy - Das Fachmagazin für die Do-it-yourself-Branche
Lesen Sie auch