Institut der Deutschen Wirtschaft

Deutsches BIP bricht 2020 um neun Prozent ein

Das Coronavirus lässt die globale Wirtschaftsleistung laut IW-Analyse bis Jahresende um mehr als vier Prozent, das deutsche BIP um neun Prozent einbrechen.Bildunterschrift anzeigen
Das Coronavirus lässt die globale Wirtschaftsleistung laut IW-Analyse bis Jahresende um mehr als vier Prozent, das deutsche BIP um neun Prozent einbrechen.

Das Coronavirus lässt die globale Wirtschaftsleistung bis Jahresende um mehr als vier Prozent einbrechen, was den größten Rückgang der gesamten Nachkriegszeit bedeutet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland wird gleichzeitig um neun Prozent zurückgehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vom 25. Mai.
Deutschland sei demnach besonders als Exportland bedroht. IW-Direktor Michael Hüther zufolge darf es auf keinen Fall einen zweiten Lockdown in Deutschland geben. "Aus volkswirtschaftlicher Sicht wäre das der Super-GAU. Die Regierung muss nun mit einer klaren Strategie weitermachen und sowohl die Angebots-, als auch die Nachfrageseite gezielt unterstützen", so Hüther. Im Fall, dass kein weiterer globaler Corona-Schock einsetzt, steht Deutschland laut dem Institut im Jahr 2021 ein BIP-Wachstum von acht Prozent im Vergleich zu 2020 bevor. Das BIP-Niveau aus dem Jahr 2019 werde allerdings erst im dritten Quartal 2021 erreicht.
Laut den IW-Analysten ist die Corona-Krise einzigartig, weil sowohl Nachfrage als auch Angebot von den Lockdown-Maßnahmen betroffen sind. Das zeige sich besonders deutlich am Arbeitsmarkt: Betrug die Arbeitslosenquote 2019 rund fünf Prozent, werden es im Jahresdurchschnitt 2020 rund 6,5 Prozent sein. 2021 rechnet das IW mit einer leicht niedrigeren Arbeitslosenquote von unter sechs Prozent. Das Niveau von 2019 werde im kommenden Jahr aber nicht erreicht.
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