GfK-Studie

Deutsche kaufen Akku-Elektrowerkzeuge immer häufiger ohne Akku

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Der Trend geht in Richtung kabelloser Geräte. 

Die Nachfrage der deutschen Heim- und Handwerker nach Elektrowerkzeugen ist ungebrochen. Das zeigen aktuelle Ergebnisse von GfK. Besonders das Segment der sogenannten Cordless Bare Tools (Akku-Elektrowerkzeuge, die ohne Akku verkauft werden) gewinnt weiter an Bedeutung und verhilft dem Markt zu deutlichem Wachstum.

Im Jahr 2019 stieg der Umsatz der 18 wichtigsten Elektrowerkzeug-Produktgruppen im GfK-Panelmarkt in Deutschland auf mehr als eine Milliarde Euro. Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnete der Markt laut GfK Handelspanel einen Umsatz von 520 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von 7 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.

Verschiedene Produktkategorien mit unterschiedlicher Dynamik

Während die Produktbereiche „Schleifen“ und „Sägen“ ihre Anteile am Gesamtmarkt in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit einem Umsatzplus von 15 und 10 Prozent ausbauen konnten, wuchsen die Segmente „Bohren“ und „Schrauben“ mit einem Plus von 5 Prozent etwas langsamer.

Kabellose Elektrowerkzeuge haben in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen und sich gegenüber kabelgebundenen Modellen durchgesetzt. Besonders gefragt sind Akku-Geräte, die ohne Akku verkauft werden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs deren Wertanteil um 40 Prozent auf nun 22 Prozent aller verkauften Elektrowerkzeuge.

„Diese Entwicklung zeigt, dass Akkusysteme bei privaten und gewerblichen Nutzern inzwischen so etabliert sind, dass diese bereits über Akkus verfügen und zusätzliche Elektrowerkzeuge deshalb häufig ohne Akkus kaufen“, so GfK-Experte Stefan Scheib.

Den Trend bestätigt auch eine GfK-Befragung unter Käufern von kabellosen Elektrowerkzeugen. Bereits 17 Prozent stimmen zu, dass die Kompatibilität zu vorhandenen Geräten ein wichtiger Aspekt bei der Kaufentscheidung ist. (Quelle: GfK-Studie Consumer Purchase Journey Power Tools 2019)

Deutlicher Zuwachs bei Online-Käufen

In der gleichen Studie gaben 56 Prozent der Befragten an, dass sie sich vor dem Kauf eines Elektrowerkzeugs zumindest teilweise online informieren. Zwei Drittel dieser Befragten kauften dann auch im Internet. Durch den Lockdown in der ersten Jahreshälfte hat diese Entwicklung zusätzlichen Aufwind bekommen: Betrachtet man die Verkäufe über alle Absatzkanäle hinweg, ist der Online-Anteil im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent gestiegen. Für die 18 wichtigsten Elektrowerkzeug-Produktgruppen liegt der Wertanteil durch Online-Verkäufe nun bei 39 Prozent des Gesamtumsatzes.

„Neben den Zuwächsen im Online-Handel profitierten durchaus auch Offline-Kanäle von der Corona-Krise“, erklärt Stefan Scheib. „So bauten beispielsweise die Baumärkte im ersten Halbjahr ihren Umsatzanteil mit einem Plus von 25 Prozent deutlich aus und machen nun gut ein Drittel des GfK Panelmarkts aus. Insbesondere nach dem Lockdown strömten sowohl private als auch gewerblicher Nutzer wieder verstärkt in die Baumärkte. Für die Monate Mai und Juni 2020 sehen wir eine Steigerung des Umsatzes von 49 Prozent.“

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