Nur Küche und Garten positiv

Der Möbelmarkt verliert weitere 1,1 Prozent

(Quelle: Dähne Verlag, Strnad)
21.04.2026

Der deutsche Möbelmarkt (Wohn- und Büromöbel) hat 2025 einen weiteren leichten Umsatzrückgang verzeichnet. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent auf ein Marktvolumen von 23,9 Mrd. Euro gesunken. Das geht aus dem neuen „Branchenbericht Möbel“ des IFH Köln in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung hervor.

Trotz des leichten Rückgangs liegt der Markt damit nominal weiterhin über dem Vorkrisenniveau von 2019 und konnte sich insgesamt mit Blick auf die letzten Jahre wieder stabilisieren, schreiben die Autoren. Ursächlich für die Entwicklung sind ihrer Analyse zufolge neben der anhaltend schwachen Konjunktur auch zusätzliche geopolitische Unsicherheiten, zuletzt verschärft durch den Krieg im Iran. Infolgedessen rechnen die Marktexperten damit, dass sich der Aufschwung weiter verzögert.

Büromöbel mit stärksten Verlusten

Leichte Zugewinne gab es lediglich bei Küchen- und Gartenmöbeln. Büromöbel bilden mit einem Minus von 3,6 Prozent das Schlusslicht. Gleichzeitig zeigen sich strukturelle Verschiebungen im Markt: Büromöbel, einst ein Randsortiment im Möbelfachhandel, haben sich dort Stück für Stück etabliert. Auch infolge der Pandemie und der verstärkten Nutzung von Heimarbeitsplätzen ist das Geschäft mit Schreibtischen, Bürostühlen, Raumtrennern und Co. in den Fokus des Möbelfachhandels gerückt.

Große Filialisten behaupten sich

Ein Blick auf die Vertriebswege zeigt eine anhaltend hohe Dynamik im Möbelmarkt. Nach zwei Jahren der Normalisierung hat der Onlinehandel 2025 wieder an Fahrt aufgenommen; Versender und Internet-Pure-Player haben ihre Umsätze erneut gesteigert. Auch große Möbel-Filialisten sowie Küchenspezialisten haben sich den Hochrechnungen zufolge leicht positiv entwickelt. Insgesamt gehen die Umsatzkurven des kleinbetriebliche Möbelfachhandels und der großen Möbelhändler weiter auseinander.

Entwicklung Vertriebswege Möbel
Entwicklung Vertriebswege Möbel (Quelle: IFH Köln/BBE Handelsberatung)
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