Bei allen Gebäudearten

Zahl der Wohnungs-Fertigstellungen sinkt erneut

Der größte Teil der Bauherren für fertiggestellte Wohnungen entfiel auf Unternehmen. (Quelle: Pexels, Jan van der Wolf)
Der größte Teil der der Bauherren für fertiggestellte Wohnungen entfiel auf Unternehmen. 
22.05.2026

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 206.600 Wohnungen gebaut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 18 Prozent oder 45.400 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Damit sank die Zahl fertiggestellter Wohnungen im zweiten Jahr in Folge (2024: -14,4 Prozent zum Vorjahr), nachdem sie in den Jahren 2021 bis 2023 jeweils bei rund 294.000 gelegen hatte. Im Jahr 2020 war die Zahl neuer Wohnungen von ihrem Tiefststand von 159.000 im Jahr 2009 auf den Höchststand von 306.400 gestiegen. Niedriger als im Jahr 2025 war die Zahl neuer Wohnungen zuletzt 2012 (200.500).

In neu errichteten Wohngebäuden wurden im Jahr 2025 insgesamt 172.600 Wohnungen fertiggestellt. Das waren 20 Prozent oder 43.300 Neubauwohnungen weniger als im Vorjahr. Mit 41.800 Einfamilienhäusern wurden 23,3 Prozent oder 12.700 weniger fertiggestellt als im Vorjahr. Die Zahl neuer Wohnungen in Zweifamilienhäusern fiel um 21,4 Prozent oder 3.800 auf 13.800. In Mehrfamilienhäusern wurden 109.800 Neubauwohnungen geschaffen, das waren 18,9 Prozent oder 25.500 weniger als im Jahr 2024. Als Umbaumaßnahme in Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden im Jahr 2025 insgesamt 30.700 Wohnungen fertiggestellt, das waren 1,8 Prozent oder 600 weniger als im Vorjahr.

Private Bauvorhaben gehen zurück

Von den 2025 fertiggestellten Neubauwohnungen entfielen 89.500 auf Unternehmen (-17,8 Prozent oder -19.400 zum Vorjahr) und 72.300 auf Privatpersonen (-23,7 Prozent oder -22.400). Von Trägern der öffentlichen Hand wurden 7.900 fertiggestellt (-15,6 Prozent oder -1.500), von Organisationen ohne Erwerbszweck 2.900 (+1,7 Prozent oder +50).

Abwicklungsdauer wird länger

Die durchschnittliche Abwicklungsdauer von Neubauwohnungen, also die Zeit von der Genehmigungserteilung bis zur Fertigstellung, hat sich auf 27 Monate verlängert. 2024 hatte sie noch durchschnittlich 26 Monate gedauert, im Jahr 2020 lediglich 20 Monate.

Durchschnittlich 95,2 m2 Wohnfläche

Eine Neubauwohnung hatte 2025 eine durchschnittliche Wohnfläche von 95,2 m2. Damit hielt der Trend zu kleineren Wohnungen an, halten die Statistiker fest. Die bisher größte durchschnittliche Wohnfläche je Wohnung war im Jahr 2007 mit 116,4 m2 gemessen worden.

Bauüberhang auf Vorjahresniveau

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen stieg gegenüber dem Vorjahr um 10,6 Prozent auf 238.100. Der Bauüberhang – bereits genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Wohnungen – bewegte sich zum Jahresende mit 760.700 Wohnungen auf Vorjahresniveau (2024: 759 700). Davon befanden sich 307.200 Wohnungen bereits im Bau.

35.700 erloschene Baugenehmigungen

Im Jahr 2025 erloschen 35.700 Baugenehmigungen, das war der höchste Wert seit 2002 und ein Anstieg um rund ein Viertel gegenüber 2024 und um etwa die Hälfte gegenüber den Jahren 2022 und 2023 (2024: 29.000; 2023: 22.700; 2022: 22.800).

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