Die Europäische Kommission hat gestern im Rahmen des Gesetzes über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) eine Geldbuße in Höhe von 200 Mio. Euro gegen die chinesische Online-Plattform Temu verhängt. Das Unternehmen habe es versäumt, die systemischen Risiken illegaler Produkte, die auf seiner Plattform angeboten werden, und den daraus resultierenden Schaden für die Verbraucher in der Europäischen Union sorgfältig zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten, lautet die Begründung.
Die der Kommission vorliegenden Beweise deuteten darauf hin, dass Verbraucher in der EU sehr wahrscheinlich auf illegale Gegenstände auf Temu stoßen würden. Die Risikobewertung von Temu für 2024 entspreche nicht den Digital Service Act festgelegten Standards. Dazu führt eine Presseinformation der EU-Kommission unter anderem aus, dass Temu klar unterschätzt habe, wie oft Verbraucher in der EU mit illegalen Gegenständen konfrontiert werden. Testkäufe zeigten, dass ein sehr hoher Prozentsatz der ausgewählten Ladegeräte grundlegende Sicherheitstests nicht bestanden hat, während ein hoher Prozentsatz der getesteten Babyspielzeuge Sicherheitsrisiken mittlerer bis hoher Schwere darstellte, da sie Chemikalien enthalten, die die gesetzlichen Sicherheitsgrenzen überschreiten oder Erstickungsgefahren aufgrund abnehmbarer Teile darstellen.














