HDE erwartet 2 Prozent plus

Einzelhandel: „Weihnachten zeigt sich krisenfest“

„Es gibt Anzeichen dafür, dass Weihnachten der Krise trotzen kann“, meint HDE-Präsident Alexander von Preen.(Quelle: Dähne Verlag, Strnad)
„Es gibt Anzeichen dafür, dass Weihnachten der Krise trotzen kann“, meint HDE-Präsident Alexander von Preen.
03.11.2026

Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet mit einem im Vorjahresvergleich stabilen Weihnachtsgeschäft. Er stützt sich dabei auf die Ergebnisse einer repräsentativen Verbraucherumfrage, die zeigt, dass die Kunden ihre Ausgaben für Geschenke auf Vorjahresniveau halten wollen. „Es gibt Anzeichen dafür, dass Weihnachten der Krise trotzen kann“, kommentiert HDE-Präsident Alexander von Preen die Ergebnisse.

In der vom HDE beauftragten Umfrage des Handelsblatt Research Institutes bei über 2.000 Personen zeigt sich: Bei den Geschenkeinkäufen gibt im Durchschnitt zu Weihnachten 2026 jeder 262 Euro aus. Dieser Wert bleibt im Vergleich zu 2025 damit stabil – damals waren es 263 Euro. Mehr als die Hälfte der Menschen gibt gleich viel wie im Vorjahr für die Weihnachtsgeschenke aus, 10 Prozent planen mit einer Steigerung, 24 Prozent mit einer Reduzierung der Ausgaben.

Eine aktuelle HDE-Umfrage unter 300 Handelsunternehmen in ganz Deutschland macht zumindest gewisse Zuversicht deutlich: Demnach gehen 29 Prozent der Händler davon aus, dass sich die Kunden auch in schwierigeren Zeiten nicht die Freude am Weihnachtseinkauf nehmen lassen. Und immerhin beinahe ein Viertel ist sich sicher, dass der Kauf von Geschenken nicht unter der schlechten Stimmung leiden wird. Allerdings überwiegt insgesamt oft der negative Blick: Der Nicht-Lebensmittelhandel sieht sich zu 56 Prozent vor einem schlechteren oder deutlich schlechteren Weihnachtsgeschäft als im Vorjahr.

Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen rechnet der HDE für diesen November und Dezember mit einem nominalen Umsatzplus von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit setzen die Handelsunternehmen in den letzten beiden Monaten des Jahres insgesamt 129,2 Mrd. Euro um. „Das Weihnachtsgeschäft bleibt trotz eines schwierigen Umfelds und vieler Ungewissheiten stabil, Weihnachten zeigt sich krisenfest“, so von Preen. Der Onlinehandel ist der HDE-Prognose nach dabei zum Jahresschluss der Wachstumstreiber. Er wird seine Weihnachtsumsätze um nominal 4,1 Prozent im Vergleich zu 2025 steigern, hier liegt der Umsatz dann bei 23,1 Mrd. Euro.

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