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Kein Vertrauen, kein Umsatz

Rund 50 Prozent der deutschen Surfer verweigern den Einkauf im Internet. Das Hauptproblem für mehr als die Hälfte von ihnen: Sie können die Waren vor dem Kauf nicht begutachten und prüfen. Dabei fällt es den bekannten Online-Shops leichter, Kunden zu gewinnen

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Online-Shops kämpfen mit Vertrauensdefiziten: Die Hälfte aller deutschen Internetnutzer kauft nicht im Internet ein. Als Hauptgrund dafür nennen 54 Prozent der Surfer, die nicht im Netz kaufen, dass sie die Waren im Internet nicht prüfen können. Mehr als ein Drittel der Kunden verzichtet zudem auf den Online-Einkauf, weil sie mit den Angeboten der realen Geschäfte zufrieden sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie zum Internet-Zahlungsverhalten der Verbraucher (IZV6) der Universität Karlsruhe und der Mummert Consulting AG.
Jeder vierte Einkaufsverweigerer traut dem Geschäft an der virtuellen Ladentheke nicht, weil Reklamationen schwierig werden könnten. Fast jeder Dritte hat zudem Angst vor mangelhaftem Datenschutz. Knapp jeder Fünfte befürchtet zudem eine fehlerhafte Abrechnung und lässt daher die Finger vom Geschäft per Mausklick. Der Anteil der Online-Shopper ließe sich erhöhen, würden die E-Shops ihren Service verbessern: Rund 28 Prozent kaufen nicht online, da ihnen Beratung und Service fehlen.
Bekannte Web-Shops haben es leichter, Kunden zu gewinnen: Rund zwei Drittel der Online-Shopper tätigen ihre Einkäufe im Internet überwiegend bei bekannten Anbietern. Jeder Fünfte kauft im Netz ausschließlich bei bekannten Shops ein. Auch die Erfahrung der Internet-Nutzer mit dem Online-Medium beeinflusst das Kaufverhalten: Je unerfahrener die Surfer, desto seltener gehen sie auf Shoppingtour. Erfahrene Nutzer kaufen ihre Waren bis zu 20 Prozent häufiger im Internet als unerfahrene.
Die Ergebnisse der Studie im Einzelnen
Warum Internetnutzer noch nicht über das Internet bestellt haben:
Ware nicht prüfbar (54 Prozent der Internetnutzer, die nicht im Web einkaufen)
Zufrieden mit "realen" Geschäften (35 Prozent)
Angst vor Datenmissbrauch (29 Prozent)
Fehlende Beratung und Service (28 Prozent)
Schwierige Reklamation (25 Prozent)
Ware nicht billiger als sonst (22 Prozent)
Aus Gewohnheit nur Offline-Käufer (20 Prozent)
Angst vor Abrechnungsfehlern (20 Prozent)
Unsicherheit mit dem Medium Internet (16 Prozent)
Unsichere Rechtslage (14 Prozent)
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