diy plus

Sonne lässt Umsätze schrumpfen

2003 war für die Gartenbranche kein einfaches Jahr. Der Rekordsommer schmälerte die Nachfrage nach Gartengeräten erheblich
diy immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1990
Test-Abo Print & Online
Einführungsangebot
Direkt weiterlesen
Es kann auch für die Gartenbranche zu heiß sein. Immerhin macht Bosch den Jahrhundertsommer im vergangenen Jahr dafür verantwortlich, dass die Branche doch mit spürbaren Umsatzeinbußen zurechtkommen musste. Zwischen zwei und drei Grad lagen die mittleren Temperaturen 2003 über denen des Vorjahres. Der heißeste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1901. Was des einen Freud, ist des anderen Leid. Denn wenig Niederschläge bedeuten auch, dass Rasen und Hecken kaum wachsen und das wiederum schlägt sich auf die Nachfrage nach Gartenwerkzeugen nieder. Für den Markt in Europa bedeutete dies ein mengenmäßiges Minus von zwei Prozent auf 10,7 Mio. Stück, im Wert gar einen Rückgang um acht Prozent auf 740 Mio. €.
Elektrogartenmarkt Deutschland, Österreich, Schweiz(.pdf-Datei zum Herunterladen)
Marktschwäche in Deutschland
In Deutschland, Österreich und der Schweiz war die Marktschwäche besonders ausgeprägt. Dort ging das Volumen aller verkauften elektrischen Gartenwerkzeuge wertmäßig um 15 Prozent zurück.
Diese Situation spiegelt sich natürlich auch in den Bosch-Zahlen wider. Der Produktbereich Gartenwerkzeug erzielte 2003 einen Umsatz von 126 Mio. €, nominell bedeutete dies ein Minus von elf Prozent, wechselkursbereinigt immer noch ein Minus von sieben Prozent. In Deutschland musste das Unternehmen aus Leinfelden-Echterdingen einen Rückgang um 13 Prozent verschmerzen. Matthias Knofe, Leiter Verkauf Mitte im Geschäftsbereich Power Tools, erklärt dies außer mit den meteorologischen Widrigkeiten durch aggressive Preisaktionen des Einzelhandels mit Erzeugnissen aus Fernost.
„Dennoch gewinnt der Garten“, ist neben Knofe auch Volker Pruschke, Leiter Produktbereich Gartenwerkzeuge sicher, „weiter an Bedeutung als Freizeitbeschäftigung und Erholungsraum.“ Zufrieden war man dagegen mit der Entwicklung bei Rasenmähern, wo gegen den Trend Marktanteile gewonnen werden konnten.
Shop-in-Shop für Garten
Für 2004 geht Bosch für Deutschland nach spätem Saisonstart von einer konstanten Nachfrage bis Jahresende aus. 2005 rechnet man durch eine Reihe an Neuheiten (siehe Seite 104) mit positiven Impulsen, gerade auch von der neuen Range im Bereich Hochdruckreiniger. „Das Marktvolumen dieses Segments ist mit rund 350 Mio. € vergleichbar mit dem für Rasenmäher“, so Pruschke.
Außerdem will man künftig, ähnlich wie mit Bosch-Elektrohandgeräten, den Abverkauf fördern durch Shop-in-Shop-Systeme. Das Konzept befindet sich derzeit in der Testphase. „Die Anfangserfolge ermutigen uns…
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Lesen Sie auch