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Plus durch Autochemie

Das Segment Autozubehör im Baumarkt entwickelt sich sehr heterogen. Doch klar ist: Mit Autochemie konnte die Branche im vergangenen Jahr deutlich punkten

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Autochemie im Baumarkt hat Konjunktur. Das zeigen die jüngsten Zahlen der GfK aus Nürnberg. Zwar wurde für den Betrachtungszeitraum die umsatzstärkste Zeit fokussiert. Doch auch über das Jahr betrachtet, prognostizieren die Marktforscher, wird sich unter dem Strich für die Baumärkte ein klares Plus ergeben.
Am auffälligsten nach oben bricht das Segment Scheibenreiniger aus. Hier hat es der Baumarkt offensichtlich geschafft, Marktanteile an sich zu ziehen. Um sage und schreibe 143 Prozent ist dieses Segment in den Monaten April und Mai 2005 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nach oben geschossen. Dass hier insbesondere preisaggressive Angebote die Kunden vermehrt in die Baumärkte gelockt hat, zeigt ein Blick auf den erzielten Wert. Dieser liegt mit einem Plus von 61 Prozent deutlich unter der Zunahme bei der Menge. Das Sparen beim Autoservice führt eben inzwischen auch dazu, dass die Scheibenwischbehälter aufgefüllt werden, bevor das Fahrzeug zum Service in die Werkstatt gestellt wird.
Zulegen konnte aber auch der Produktbereich Felgenreiniger. 19 Prozent mehr konnten hier die Baumärkte in dem genannten Zeitraum mehr absetzen als im Vorjahr. Doch im Gegensatz zu Scheibenreiniger zeigt sich hier auch eine Zunahme beim Wert. Das Plus in diesem Bereich erklären die Marktforscher mit der Zunahme bei Leichtmetallfelgen.
Positiv zur Umsatzentwicklung beitragen konnte auch das Segment Motoröle. Auch hier bildet sich letztlich der Sparwille der Autobesitzer ab. Es wird dort gespart wo es möglich ist und der Ölwechsel wird wieder selbst zuhause oder mit Hilfe von Freunden durchgeführt. Dass hier neben dem Plus bei der Menge (acht Prozent) auch ein Plus bei der Rendite (zwölf Prozent) von der GfK ermittelt wurde, weißt auf den Trend zu Synthetikölen hin, die deutlich bessere Renditen versprechen als mineralische Öle.
Ebenfalls gute Zuwächse wurden bei Lack- und Kunststoffpflege sowie bei Kontaktspray/Rostlöser beobachtet. Was dem einen seine Freud ist, ist eben dem anderen sein Leid: Denn erklärt werden die positiven Entwicklungen gerade bei der Pflege mit einer längeren Haltedauer bei PKWs (die Zeit bis zum Wiederverkauf eines Fahrzeugs). Denn für die Pflege und Werterhaltung des „deutschen liebstes Kind“ steigt dann entsprechend der Aufwand. Die sogenannte Haltedauer ist vor dem Hintergrund der über zehn Jahre anhaltenden Rückgangs bei den Neuzulassungen bei PKWs auf durchschnittlich 90 Monate gestiegen. Erst jüngst konnten allerdings die Autobauer den Trend auf dem…
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