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Ad absurdum

In einer gemeinsamen Erklärung mit dem Industrieverband Agrar (IVA) hat der Industrieverband Garten heftige Kritik an einem Bericht der Zeitschrift Öko-Test geübt. Darin werden die meisten von 17 getesteten Gartendüngern vor allem wegen des Schwermetallgehalts äußerst negativ beurteilt. DIYonline dokumentiert die Stellungnahme der Verbände im Wortlaut
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Stellungnahme der Industrieverbände Agrar (IVA) und Garten (IVG) zum Test Gartendünger – Öko-Test Heft 3 / März 2006
Das Öko-Test-Magazin hat in der aktuellen Ausgabe Heft 3 / März 2006 einen Testbericht über Gartendünger veröffentlicht. Der Warentest ist so gestaltet, dass einzelne geprüfte Parameter bzw. Kriterien aufgelistet werden und Öko-Test für die jeweiligen Produkte „Gesamturteile“ und Produktempfehlungen vergibt.
Der Testbericht ist von Industrie und Handel gleichermaßen sehr kritisch aufgenom-men worden. In diesem Zusammenhang weisen beide Industrieverbände auf folgen-de Kritikpunkte hin:
Öko-Test kommt zu dem Ergebnis, dass viele Gartendünger mit Schwer-metallen belastet sind.Grundsätzlich müssen die Produkte zur Erlangung der Verkehrsfähigkeit den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Diese Anforderungen beruhen auf gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen und sind vom Gesetzgeber in Düngeverordnung und Düngemittelgesetz ständig, auch im Sinne des Verbraucherschutzes, angepasst und verschärft worden. Es ist deshalb abwegig, nach eigenen (subjektiven) Vorstellungen Schwermetallgehalte zu bewerten.
Die Bedeutung von Uran und dessen Risikopotential wird besonders herausgestellt.Auch diese Ausführungen entsprechen nicht den gesicherten wissenschaftli-chen Erkenntnissen. Uran ist ein in der Umwelt weit verbreitetes Schwermetall, das als natürlicher Bestandteil auch in Gesteinen, Wasser, Boden und Luft vorkommt. Spuren von Uran sind deshalb auch in vielen Produkten des täglichen Bedarfs nachweisbar. Die Frage nach dem Risiko uranhaltiger Düngemittel wurde im letzten Jahr öffentlich ausgetragen und vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hinreichend bewertet: Das BfR stellte fest, das nach dem wissenschaftlichen Kenntnisstand kein erkennbares gesundheitliches Risiko für den Menschen durch Uran in Lebens- und Futtermittel besteht.Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass über den Weg der Düngung und der Pflanze nur minimalste Mengen von Schwermetallen, auch Uran, überhaupt mobilisiert werden können. Eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit ist daraus nicht ableitbar.
Öko-Test führt Untersuchungen durch, die rein ökologisch ausgerichtet sind. Informationen über die Wirksamkeit, Qualität und Gebrauchstauglichkeit der getesteten Produkte fehlen hingegen völlig. Eine Untersuchung ohne Wirksamkeitstests kann keine Neutralität bei der Bewertung der Produkte für sich in Anspruch nehmen. Es besteht deshalb keine Veranlassung, auch bei der…
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