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Markenqualität ist gefragt

Bei Elektrowerkzeugen vertrauen die Bundesbürger eher Qualität, der Preis allein spielt eine nachrangige Rolle. Und diese, ergab eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Forsa, suchen sie vor allem in Baumärkten

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Beim Kauf von Elektrowerkzeugen sind für die Bundesbürger Qualitätskriterien sowie das Vertrauen in die Marke vorrangig. Auf diese Kernaussage lässt sich eine Forsa-Untersuchung bringen, die für die deutschsprachige Bevölkerung ab 18 Jahre repräsentativ ist.
Zunächst wollten die Berliner Sozialforscher auf Initiative von Metabo, Nürtingen, wissen, ob für die Deutschen beim Shopping ganz allgemein ausschließlich der Preis entscheidet. Das Ergebnis: Lediglich ein Drittel der Bundesbürger zählt danach zu den „Geiz ist geil“-Anhängern, während sich zwei Drittel mehr oder minder klar davon distanzieren. Das gelte für West- und Ostdeutschland gleichermaßen.
Bei Elektrowerkzeugen ist der Erhebung zufolge die „Ablehnungs-Front“ per Saldo noch stärker ausgeprägt als beim generellen Kaufverhalten. Konkret: Insgesamt 68 Prozent verneinen hier tendenziell die reine Preisorientierung; nur 27 Prozent sehen das anders. Grundlegende Unterschiede in einzelnen Sektoren (Region, Geschlecht, Alter, Haushaltsgröße etc.) machten die Forsa-Interviewer nicht aus.
Erhebliche Zweifel am Schnäppchen ermittelten die Marktforscher auch bei der nächsten Frage. Danach würden gerade einmal sechs Prozent der Bundesbürger beispielsweise bei einem Akkuschrauber für 9,99 Euro „sofort zugreifen“. Dagegen ließen 31 Prozent „in jedem Fall die Finger davon“.
Ein weiteres Resultat wird in die Richtung gewertet, dass die Grundhaltung der Deutschen eher qualitätsorientiert ist: Bei der Auswahl eines Elektrowerkzeuges führen lange Lebensdauer (91 Prozent), hohe Leistung (88 Prozent), einfache Bedienung (87 Prozent), lange Garantiezeit (83 Prozent) und ein vertrauenswürdiger Hersteller (78 Prozent) die Liste der „(sehr) wichtigen“ Kriterien an. Erst dahinter rangiert mit 74 Prozent der Preis. Und: Auch hier registrierte Forsa bei keiner untersuchten Bevölkerungsschicht auffällige Sonderentwicklungen.
Eine wesentliche Rolle für die Käufer von Elektrowerkzeugen spielt laut der Untersuchung ferner die eigene praktische Markenerfahrung. Unter dem Strich halten die Marke danach rund 60 Prozent der Bundesbürger diese für eine „(sehr) wichtige“ Entscheidungshilfe. 34 Prozent tun das (eher) nicht.
Diese Markenorientierung nimmt, so wurde ermittelt, mit steigendem Alter tendenziell zu. Nachholbedarf gebe es primär in der Kategorie „18 bis 29 Jahre“. Dieses Ergebnis kann aber auch darauf zurückgeführt werden, dass Jüngere relativ selten bereits über konkrete Erfahrungen mit Elektrowerkzeugen verfügten.
Abschließend…
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