Stabilo, Maxi-Standort, Freiberg
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Der Maxi-Standort im sächsischen Freiberg wurde 2016 in einem ehemaligen Praktiker-Markt eröffnet.
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Stabilo

Die Spezial-Schwaben

Mit bald 45 Filialen spielt Stabilo längst in der Liga der Top 20 des deutschen Baumarkthandels. Sparsam im Auftritt und breit im Sortiment, konzentriert sich die Kette auf den ländlichen Raum nicht nur in Baden-Württemberg.
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Schutzgas-Schweißgerät, Heuraufe, Sägekettenschärfgerät, Motorradhebebühne - sieht so ein Baumarktsortiment aus? In seiner Werbebeilage von Anfang März bietet Stabilo solche Produkte an, und die Kette versteht sich durchaus als Baumarkt - jedenfalls auch. "Mehr als nur Baumarkt" lautet der Claim. Wohlgemerkt: mit einem "nur", das da nicht unbeabsichtigt steht und vielleicht ein gewisses Überlegenheitsgefühl zum Ausdruck bringt.
Genau genommen versteht sich das Unternehmen als Fachmarkt für Maschinen, Werkzeuge, Hausgeräte, Spielwaren, Sanitär, Garten, Land- und Forstwirtschaft, Elektro und Kfz. Es ist jedenfalls schwierig, dieses Handelsunternehmen mit Ursprung in Kupferzell-Mangoldsall im schwäbischen Teil von Baden-Württemberg in das übliche Raster der Handelsformate einzuordnen.
Während die Branche eifrig über Nahversorgerkonzepte, die Erschließung neuer Zielgruppen und die immer schwierigere Suche nach weißen Flecken auf Deutschlands Baumarktlandkarte diskutiert, bleibt Stabilo so ein bisschen unter dem Branchenradar - und expandiert: Das Unternehmen hat ein Format entwickelt, das ganz auf die Versorgung des ländlichen Raums ausgerichtet ist.
Denn Firmengründer Günther Denner hat seine Herkunft quasi zum Prinzip gemacht: Er stammt aus der Landwirtschaft in der schwäbischen Provinz. In Mangoldsall hat er 1975 als 26-Jähriger den ersten Stabilo-Markt eröffnet, der aus einem Handelsbetrieb für Landmaschinen und Stalleinrichtungen hervorgegangen ist. Seit 1989 ist neben ihm sein Neffe Ulrich Abendschein als geschäftsführender Gesellschafter in der Unternehmensleitung tätig.
Das Sortiment hat sich seit der Gründung enorm erweitert auf heute mindestens 50.000 Artikel, aber das Prinzip ist gleich geblieben: eine ländliche Zielgruppe mit ihrem spezifischen Bedarf zu versorgen - und einem spezifischen Hang zur Sparsamkeit. Die schwäbische Herkunft verpflichtet schließlich.
Eine der ersten Filialen steht am Rande von Schrozberg, einer Gemeinde mit rund 6.000 Einwohnern zwischen Crailsheim und Bad Mergentheim im Nordwesten von Baden-Württemberg. Aber das Einzugsgebiet reicht bis zu 50 km ins Umland. Denn hier bekommen außer ganz normalen Endverbrauchern auch Landwirte, Nebenerwerbslandwirte, Handwerker und Gewerbetreibende und sogar Kommunen praktisch alles, was sie sonst im Fachhandel besorgen müssten. Neben dem üblichen Baumarkt­sortiment wie Farben, Eisenwaren oder Werkzeug gibt es in einem Stabilo praktisch nichts, was es nicht gibt.
"Woanders suchen, heißt oftmals…
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