Im Gespräch mit den beiden ManoMano-Gründern Philippe de Chanville und Christian Raisson.
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Im Gespräch mit den beiden ManoMano-Gründern Philippe de Chanville und Christian Raisson.
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Interview

Deutschland wird die Nummer 1

Die Europäer entdeckten während der ersten Corona-Welle den Spaß am Heimwerken, sind sich Philippe de Chanville und Christian Raisson von ManoMano sicher. Und das werde, so die beiden Firmengründer, auch so bleiben. 
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Deutschland scheint sich zu einem Kernland von ManoMano zu entwickeln: Worauf führen Sie diese Entwicklung zurück?

Christian Raisson: Deutschland ist der Schlüsselmarkt für ManoMano. Das hat vor allem drei Gründe: Zum einen hat Deutschland den europaweit größten B2C Markt für DIY-Produkte mit einem Marktvolumen von 82 Milliarden Euro und eine ausgeprägte Heimwerkerkultur – 70 Prozent der Deutschen haben laut einer Studie während des Lockdowns an DIY-Projekten gearbeitet. Außerdem hat das Heimwerker-Online­geschäft in Deutschland mit einer digitalen Durchdringung von sieben Prozent Nachholbedarf und großes Potenzial.

Zum anderen ist Deutschland der größte Exportmarkt für ManoMano, denn deutsche Marken und Produkte sind bei den euro­pä­ischen Kunden aufgrund ihrer Qualität besonders gefragt. Das zeigt sich auch bei einem Blick auf die Händler: 75 Prozent der auf der deutschen Plattform vertretenen Händler stammen aus Deutschland und 40 Prozent der deutschen Händler wiederum exportieren ihre Artikel international über ManoMano.

Man ahnt es: In der Pariser  Zentrale geht es ums Online­geschäft.
Man ahnt es: In der Pariser  Zentrale geht es ums Online­geschäft. (Quelle: ManoMano)

Wie hat sich Corona mit seinen länderspezifischen Regulierungen auf das Geschäft von ManoMano ausgewirkt (Unterschiede, Gemeinsamkeiten, Besonderheiten)?

Philippe de Chanville: Die Krise hat die Art und Weise, wie die Menschen arbeiten und leben, komplett verändert und die Erwartungen der europäischen Verbraucher an Heimwerker-, Haus- und Gartenprodukte sind deutlich gestiegen. Die unterschiedlichen Formen des Lockdowns in den verschiedenen Ländern haben dafür gesorgt, dass die Leute viel mehr Zeit zuhause verbracht haben und sich dementsprechend auch mit ihrem Zuhause auseinandersetzen.

Was über alle Länder hinweg gilt: Die Menschen haben den Spaß am Heimwerken wieder entdeckt und merken, dass man sich auch als Anfänger an ein Projekt machen kann. Wir glauben, dass der Wunsch, den idealen Raum zu Hause oder im Garten zu schaffen, weiter zunehmen wird.

Das alles hat zu einer erhöhten Nachfrage und zu einer stärkeren Digitalisierung des Verbraucherverhaltens geführt – infolgedessen haben wir einen enormen Anstieg des Traffics erlebt, da die Menschen nach den Produkten und der Beratung suchen, die sie benötigen.

Die Menschen haben den Spaß am Heimwerken wiederentdeckt. 
Philippe de Chanville

Dafür bieten wir ein userfreundliches Angebot für unsere Kunden mit einem großen Angebot (vier Millionen Artikel allein auf der deutschen Plattform) und der passenden…

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