Der neue Markt in Mühlacker ist einer der ersten unter dem überarbeiteten Logo.
Der neue Markt in Mühlacker ist einer der ersten unter dem überarbeiteten Logo.
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Obi

Wohlüberlegter Wechsel

Auch in Mühlacker hat Obi für 2026 einen neuen Franchisenehmer gewonnen. Wobei: Ein Neuling ist das nicht. Bergle Baustoffe hat mehr als 65 Jahre Einzelhandel im Rücken. Man weiß also, was man am neuen Ökosystem der Wermelskirchener hat. 
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Es ist der erste Neubau eines Obi-Marktes seit Längerem, es ist einer der ersten Obi-Märkte mit dem überarbeiteten Obi-Logo (ohne schwarze Außenlinie und nicht mehr kursiv), es ist ein Standort in einem neu entstehenden Stadtteil – und doch ist es ein Markt mit einer jetzt schon bewegten Geschichte. Das liegt an den Betreibern: Die Familie Kirschbaum in Mühlacker bei Pforzheim ist seit 1972 mit ihrer Firma Bergle im Baustoffhandels- und Baumarktgeschäft. Seit Anfang 2026 ist sie Franchisenehmer von Obi.

David Kirschbaum und seine Familie haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht.
David Kirschbaum und seine Familie haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. (Quelle: Dähne Verlag, Strnad)

Denn auch das ist es, was diesen neuen Markt in Baden-Württemberg für Obi so besonders macht: Die Kirschbaums waren zuvor Franchisenehmer von Toom, und zwar schon seit 2000, also: einer der ersten. Aber das war beileibe nicht der Anfang. Vater Bruno Kirschbaum, der mit seinen bald 82 Jahren immer noch seine drei Söhne unterstützt, hat eine viel längere Verbindung zur Baumarktbranche, denn zuvor lief sein Markt unter der 1999 von Toom übernommenen Marke Stinnes – und zwar nicht nur sein Markt in Mühlacker: Bruno Kirschbaum hat den ersten Stinnes-Markt in Moskau und weitere Standorte in Polen betrieben. Der Mann kennt das (internationale) Baumarktgeschäft.

Nach so vielen Jahren ein so bedeutsamer Wechsel? „Wir sind sehr gut auseinandergegangen“, versichert der für den Baumarkt nun zuständige David Kirschbaum (29). Er ist der jüngste der drei Söhne, die vor drei Jahren die Geschäfte des Vaters übernommen haben. Zur Firmengruppe gehören außerdem vier Baustoffhandelsstandorte (als Eurobaustoff-Gesellschafter) und eine Immobilienentwicklungsgesellschaft.

Es war keine Bauchentscheidung.
David Kirschbaum 

David Kirschbaum versichert außerdem: „Es war keine Bauchentscheidung.“ Was auch schwer vorstellbar wäre bei einer, wie er sagt, „Rieseninvestition“. Die war nötig, um als Ersatz für den 2.900 m² großen Markt im Stadtgebiet von Mühl­acker diesen neuen Markt mit rund 9.000 m² Verkaufsfläche zu bauen – auf einem Grundstück mit ebenfalls bewegter Geschichte. Wo einst ein Ziegelwerk stand, entsteht derzeit ein neuer Stadtteil mit rund 400 Wohneinheiten und weiterem Einzelhandel (Edeka und Aldi). Als Reminiszenz an diese bauliche Vergangenheit ist die neue Obi-Fassade zu beiden Seiten des Eingangs auf kurzen Stücken in Ziegelmauerwerk ausgeführt.

Die Vergangenheit brachte es aber auch mit sich, dass das Bodenmanagement „sehr, sehr anspruchsvoll“ war, bevor…

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