Während des Global DIY Summit 2026 in Amsterdam stellte die Initiative Make It Zero die Strategie für kohlenstoffarme und kreislauffähige Kunststoffe vor. Das Ziel: Bis 2035 soll ein Anteil von mindestens 35 Prozent an recyceltem Kunststoff in den in Heimwerker-, Renovierungs- und Gartenprodukten (DIY) verwendeten Kunststoffen erreicht werden.
„Indem wir uns dazu verpflichten, den Anteil an recyceltem Kunststoff in DIY-Produkten zu erhöhen, reduzieren wir nicht nur Emissionen, sondern tragen auch dazu bei, stärkere Kreislaufmärkte aufzubauen und den Wandel unserer Branche zu beschleunigen“, sagt Erwin Van Osta, Präsident von Edra/Ghin.
Die von dem Verband ins Leben gerufene und von WSP begleitete Initiative Make It Zero kann die Emissionen bei der Produktion im gesamten DIY-Sektor um 15 Prozent senken, was etwa 6,3 Millionen Tonnen CO₂e (CO2-Äquivalent) entspricht. Mit dem Ziel eines Recyclinganteils von 35 Prozent will die Branche nicht nur die Emissionen bei der Produktherstellung reduzieren, sondern auch das Wachstum der Märkte für recycelte Materialien beschleunigen und die Führungsrolle der DIY-Branche bei der Dekarbonisierung von Materialien unter Beweis stellen.

Innerhalb der DIY-Branche machen Kunststoffe etwa 5 Prozent aller Emissionen bei der Produktion aus und werden in allen Produktbereichen in großem Umfang eingesetzt. In jüngster Zeit gab es einen deutlichen Anstieg der produktbezogenen Richtlinien, die die Dekarbonisierung von Produkten und den Einsatz nachhaltigerer Materialien vorantreiben. Infolgedessen ist Kunststoff angesichts des zunehmenden Drucks durch Regulierungsbehörden, Investoren und Kunden zu einem bevorzugten Material geworden, um die Dekarbonisierung glaubwürdig zu demonstrieren.
Die Strategie umreißt wichtige Maßnahmen, die von Einzelhändlern und Lieferanten erforderlich sind, um dieses Ziel zu erreichen. Dazu gehören die Festlegung klarer Ziele für den Anteil an recycelten Materialien, die Einbettung von Recyclinganforderungen in die Beschaffung, die Integration von recycelten Kunststoffen in die Roadmaps der Lieferanten, die Verbesserung von Design- und Fertigungsprozessen sowie die Ausweitung der Verwendung von recycelten Rohstoffen.
Dies ist ein wichtiger Schritt nach vorne bei der Bewältigung eines der komplexesten Bereiche der Scope-3-Emissionen – des CO₂-Fußabdrucks von Kunststoffen entlang der gesamten…












