Hellweg ist mit allen seinen Vertriebslinien in der Insolvenz. Betroffen sind die Hellweg-Märkte, die Vertriebslinien Baywa Bau & Garten und Gartencenter Augsburg sowie die Hellweg-Märkte in Österreich. Die Tochterunternehmen Hellweg Die Profi-Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG, Baywa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG, Gartencenter Augsburg GmbH & Co. KG und Hellweg Die Profi-Baumärkte GmbH in Österreich haben bei den zuständigen Amtsgerichten einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt.
Die Lieferanten hat es nicht ganz unerwartet getroffen. Bereits in der Woche vor der ersten offiziellen Mitteilung am 16. Juni kursierten in der Branche Berichte über Bestellstopps. Abgesehen davon wurde allerdings schon seit etlichen Jahren darüber spekuliert, wie lange das von der Familie Semer geführte Unternehmen mit Hauptsitz in Dortmund würde selbständig bleiben können. Bestätigt waren Übernahmegespräche mit Toom vor zwei Jahren.
Schon seit einiger Zeit hat Hellweg außerdem versucht, die Lage durch die Aufgabe unrentabler Standorte in den Griff zu bekommen. Zwischen Sommer 2025 und Frühjahr 2026 wurden 21 Schließungen vorgenommen.
In der gerade erst von der diy-Fachredaktion veröffentlichten Statistik Baumarkt + Garten steht Hellweg im Jahr 2025 mit einem Umsatz von rund 790 Mio. Euro auf Platz acht im Ranking der deutschen Baumarktbetreiber, Baywa Bau & Garten mit 300 Mio. Euro auf Platz 13.
Bei Hellweg sind 2.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Zu dieser Vertriebslinie gehören aktuell noch 68 Märkte. Bei Baywa Bau & Garten mit 46 Standorten sind es 1.300 Beschäftigte. Gartencenter Augsburg, das seit 2013 zur Hellweg-Gruppe gehört, hat sieben Standorte und beschäftigt rund 360 Mitarbeitende. In Österreich betreibt Hellweg mit 165 Mitarbeitern sechs Baumärkte.
Nachdem die ersten beiden Insolvenzanträge für Hellweg und Baywa Bau & Garten gestellt worden waren, hatte der Zentralregulierungsdienstleister Markant, dem Hellweg schon lange angeschlossen ist, den Lieferanten mitgeteilt, dass der Baumarktbetreiber ab demselben Tag nicht mehr über ihre Warenkreditversicherung abgesichert ist. Der Kreditversicherer der Markant, Allianz Trade, bestätigte diy, dass er selbstverständlich seinem Leistungsversprechen nachkomme und alle versicherten Schäden begleichen werde, die durch die Insolvenz entstandenen sind.
Hellweg betont, man arbeite daran, die Warenversorgung zu stabilisieren. Die Markant hat gegenüber den Lieferanten…












