Zu guter Letzt

Das Homeoffice hat das Zeug zur Polarisierung. „Von wegen Office! Nur Home“, hört die Zu-guter-Letzt-Redaktion, wenn sie sich in der Branche umhört und nicht diejenigen befragt, die sagen: „Super Sache.“ Will sagen: Das Homeoffice birgt noch immer unerschlossenes Umsatzpotenzial in der Warengruppe Büroausstattung mit Sortimenten wie Schreibtische zum Selberbauen, Pflanzen, die die Luft reinigen, Leuchten und Lampen, die Erleuchtung bringen, und dem ganzen Krimskrams, den man im hauseigenen Büro so verteilen kann. Auf ein weithin unterschätztes Kundenpotenzial ist die Redaktion aber beim Durchwühlen dieses Internets gestoßen, als sie folgenden Blog-Beitrag las: „Man muss nur einmal an einem Freitag zu Ikea oder in einen Baumarkt. Alle Homeoffice-Kandidaten und Behördenmitarbeiter sind dort anzutreffen.“ Was doch nur heißen kann: Alle Homeofficeschwerst- und Behördenmitarbeiter leisten ihren Beitrag dazu, dieses Land am Laufen zu halten, und tragen ihr Geld dorthin, wo am Aufschwung geschraubt wird. Und dieses Potenzial ist noch nicht ausgereizt, schließlich hat die Woche nicht nur Freitage. Was Ikea und die Baumärkte also für den anstehenden Spätsommer der Reformen fordern müssen, ist klar: Mehr Behördenmitarbeiter und die Drei-Tage-Woche für alle.

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