Das Ökosystem mit dem Kundenbindungsprogramm Hey Obi im Zentrum wird zügig in alle Obi-Länder ausgerollt.
Das Ökosystem mit dem Kundenbindungsprogramm Hey Obi im Zentrum wird zügig in alle Obi-Länder ausgerollt.
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Obi | Langfassung

„Viele Lieferanten werden Freude haben“

Obi hat den Einkauf neu strukturiert, um seine Stärke europaweit für sein Ökosystem voll zu nutzen, wie Einkaufschef Martin Nanke sagt. Ihm geht es um Geschwindigkeit und Bündelung. Und ja, auch um den Preis. 
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Warum zentralisiert Obi seinen Einkauf und warum gerade jetzt? Vor zweieinhalb Jahren hat Obi seinen Einkauf ja schon einmal neu aufgestellt.

Martin Nanke: Es ist eine klare Weiterentwicklung der Organisation und der nächste logische Schritt, insbesondere aufgrund unserer unternehmensweiten Internationalisierungsstrategie. Wir haben in Deutschland ein Ökosystem geschaffen, das mit der neuen E-Commerce-Plattform, mit dem Kundenbindungsprogramm Hey Obi, dem Marktplatzgeschäft, Retail Media und Solution Partnering sehr gut funktioniert. Diesen Standard rollen wir mit ziemlich hoher Geschwindigkeit in alle Obi-Länder aus. Wir sind mit Hey Obi nahezu in allen Obi-Ländern, es fehlen nur noch Slowenien und die Schweiz. Die neue E-Commerce-Plattform mit dem Marktplatzgeschäft bringen wir jetzt nach Österreich und Polen, dann nach Italien, ebenso das Solution Partnering, also das Projektgeschäft durch Dritte. Mit diesem Ökosystem haben wir ein durchdachtes Angebot für unsere Kunden in ganz Europa.

Martin Nanke ist als Senior Vice President Category Management & Partnering für den Einkauf der Obi-Gruppe verantwortlich.
Martin Nanke ist als Senior Vice President Category Management & Partnering für den Einkauf der Obi-Gruppe verantwortlich. (Quelle: Obi)

Lassen Sie es mich verstehen: Das Vertriebstool für den E-Commerce, der nur einen kleinen Teil des Obi-Umsatzes ausmacht, ist der Grund dafür, dass Sie die gesamte Einkaufsstruktur umstellen?

Das ist nur ein Teil der Antwort. Mir ist ganz wichtig, dass wir auf das ganze Ökosystem schauen, auf dessen Verzahnung. Wir betrachten offline und online nicht getrennt. Unsere E-Commerce-Plattform bahnt ganz viel Geschäft an. Deutlich mehr als 50 Prozent unserer Kundinnen und Kunden informieren sich vor ihrem Kauf auf unserer Online-Plattform. Wir haben das Ziel, jeden relevanten Artikel rund um Haus und Garten in unserem Sortiment zu führen. Dabei hilft uns das Marktplatzgeschäft. Wenn wir jetzt auf die Einkaufsstrukturen schauen, dann gibt es Elemente des Ökosystems, die wir extrem gut über alle Länder spielen können. Unsere Category Manager sind kanalübergreifend verantwortlich für stationär und für online. Unsere Strategie ist es, ein europäisches Ökosystem zu haben. Insofern stellen wir uns europäisch auf.

Der zweite Punkt: Der DIY-Markt in Europa steht unter Druck. Deshalb wollen wir die Stärke von Obi als gesamteuropäischer Händler nutzen und das komplette Einkaufsvolumen einsetzen, um uns bestmöglich am Markt zu positionieren – also nicht nur für einzelne Länder denken und agieren. Das ist der zweite wesentliche Aspekt dieser Veränderung…

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