DIY-Branche mit Kommunikationsproblemen

02.10.2007
Bau- und Heimwerkermärkte vernachlässigen, so eine aktuelle Studie, Frauen und Senioren in der Kommunikation

Bau- und Heimwerkermärkte verschenken enorme Marktpotenziale. Neben klassischer Werbung sollten Märkte stärker auf Medien- und Öffentlichkeitsarbeit sowie ratgeber-orientierte Verbraucherinformationen setzen und Pressearbeit mit dem Internet verknüpfen. Das sind die zentralen Ergebnisse der Sekundärstudie „Chancen und Potenziale der Medien- und Internetkommunikation von Bau- und Heimwerkermärkten“ der Münchner ComMenDo Agentur für Unternehmenskommunikation. „Die Branche befindet sich in einem Preiskampf, der nur bedingt die Bedürfnisse der Kunden trifft“, ist sich Agenturinhaber Michael Bürker sicher. So übertreffen Sortiment und regionale Nähe den Preis in der Bedeutung für die Baumarktwahl deutlich. Nur ein Sechstel der Kunden kritisiert die Preise in ihrem Baumarkt, knapp jeder Zweite (45 Prozent) dagegen die Beratungsqualität. Beratung benötigen demnach aber vor allem die gründlichsten Planer - Senioren ab 60. Sie sind mit über 80 Prozent auch die aktivsten Zeitungsleser. Eine weitere Kundengruppe sind Frauen. Jede dritte Frau würde gerne mehr im Haus machen, vertraut aber nicht ihren Fähigkeiten. Und gerade Zeitschriften, Fernsehsendungen und Heimwerkerseminare stehen hoch im Kurs. Im Medien-Mix sollten Baumärkte daher stärker differenzieren, betont Bürker. Gerade einmal ein Sechstel der Deutschen vertraut TV-Werbespots, dagegen informieren sich 70 Prozent der Leser in Zeitschriften über Produkte. Knapp die Hälfte der Über-50-Jährigen lehnt Anzeigenwerbung eher ab, bei Fernsehspots sind es sogar rund 60 Prozent. Vertrauen in Empfehlungen der Redaktion haben dagegen drei von fünf Lesern. Diese Chance ließen die meisten Märkte ungenutzt, so Bürker.
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