Biostrom contra Blumenerde

14.07.2011
Der IVG protestiert gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz, weil es Alternativen zu Torf bei der Herstellung von Substraten weiter verknappt

Der Industrieverband Garten (IVG) kritisiert das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das der Bundesrat am 8. Juli verabschiedet hat, und die darin festgeschriebene Förderung der Stromerzeugung aus Biomasse. Das Gesetz werde „die ohnehin bestehende Verknappung“ von Rinde, Grünkompost und Holz-Hackschnitzeln, aus denen Holzfasern gewonnen werden, weiterhin forcieren. Diese Ausgangsstoffe kommen unter anderem als Alternativen zu Torf bei der Herstellung von Blumenerde zum Einsatz. „Bereits heute ist es lediglich möglich, nur etwa ein Zehntel der gesamten Produktionsmenge mit alternativen Stoffen zu Torf abzudecken“, heißt es in einer Presseerklärung. „Die Humuswirtschaft wird vor unlösbare Aufgaben gestellt, wenn sie einerseits die Verwendung des Rohstoffs Torf zurückfahren soll, andererseits bei weitem nicht ausreichende Mengen an geeigneten Ausgangsstoffen zur Verfügung stehen, um Torf zu substituieren“, so der Verband weiter. In Deutschland fertigen rund 120 Unternehmen knapp 9,5 Mio. m³ Blumenerde und Kultursubstrate.
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