Rentnerhaushalte müssen heute eine höhere Mietbelastung schultern als noch vor zehn Jahren (s. Grafik). Ihr Anteil am Nettoeinkommen für die Bruttokaltmiete stieg um fast zwei Prozentpunkte an, während der Wert aller übrigen Haushalte im selben Zeitraum nahezu konstant geblieben ist. Gleichzeitig muss fast jeder dritte Rentnerhaushalt bereits mehr als ein Drittel seiner Einkünfte für die Miete aufwenden. Diese Zahlen veröffentlichte heute der LBS Infodienst Bauen und Finanzieren. Erwerbstätige geben in Deutschland durchschnittlich 20,3 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens für die Bruttokaltmiete aus. Dieser Anteil ist in den vergangenen Jahren leicht gesunken. Rentnerhaushalte hingegen müssen jeden Monat 26,3 Prozent ihres Einkommens für die Miete einplanen. Im Gegensatz zu den Erwerbstätigen hat ihre Mietbelastung damit zugenommen. Im Jahr 2002 fiel sie mit 24,7 Prozent noch fast zwei Prozentpunkte niedriger aus. „Ein Grund für den Anstieg dürfte sein, dass die Haushaltseinkommen der Erwerbstätigen stärker gestiegen sind als die Einkünfte der Rentner“, sagt Gregor Schneider von der LBS. Rentner zahlen für ihre durchschnittlich 67 Quadratmeter große Wohnung eine Bruttokaltmiete von 401 € im Monat, das sind 40 € mehr als vor zehn Jahren. Fast jeder dritte Rentnerhaushalt muss sogar mehr als 35 Prozent seines Einkommens aufwenden. Einschließlich aller Nebenkosten liegt die monatliche Warmmiete bei gut 485 €.