Baumax: 2011 tiefrot

13.07.2012
Laut Bilanz erwirtschaftete der österreichische Baumarktbetreiber 2011 einen Nettoverlust von 14,6 Mio. €. Familie schoss 40 Mio. € an Kapital zu

Baumax hat im vergangenen Jahr hohe Verluste erlitten. Sowohl die Baumax AG (Österreich-Geschäft und Holding) als auch die Baumax-Gruppe - dazu zählen neben der Baumax AG alle in- und ausländischen Tochterunternehmen sowie assoziierte Unternehmen - bilanzierten 2011 tiefrot. Das geht aus der Bilanz hervor, die am Dienstag im Amtsblatt der „Wiener Zeitung“ veröffentlicht wurde. Demnach betrug der Nettoverlust der Baumax AG 14,6 Mio. €. Im Jahr 2010 wurde noch ein Gewinn von 18,4 Mio. € erzielt. Belastet wurde das Jahresergebnis 2011 durch außerplanmäßige Abschreibungen von zusammen rund 25 Mio. € in Ungarn und Kroatien (s. Bild). Die Gruppe fuhr unter dem Strich einen Verlust von 57,2 Mio. € (nach +1,5 Mio. €) ein. Die Umsätze der AG stagnierten bei 527,4 Mio. €, der Gruppenumsatz erhöhte sich auf 1,246 Mrd. € nach 1,220 Mrd. € 2010. 2011 erhielt das Unternehmen Kapitalspritzen (sogenannte „Großmutterzuschüsse“) von der Karlheinz und Agnes Essl Privatstiftung in Höhe von 24,512 Mio. € sowie der Martin und Gerda Essl Privatstiftung in Höhe von rund 15,488 Mio. €. Martin Essl ist Baumax-Vorstandschef, seine Frau Gerda sitzt im Aufsichtsrat des Unternehmens - ebenso wie Karlheinz Essl, der Vater von Martin Essl. Der Zuschuss von 40 Mio. € wurde in die (nicht gebundenen) Kapitalrücklagen eingestellt.
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Das neue Abo: Print – Digital – Online
Jetzt gratis testen
diy Fachmagazin für die Baumarkt- und Gartenbranche
Lesen Sie auch