Wetter trübt das Gartengeschäft

24.07.2013
In einer aktuellen Umfrage unter den Mitgliedern des Industrieverbands Garten sprechen 40 Prozent von einer schlechteren Lage. Besonders die Lifestyle-Sortimente waren betroffen

Das schlechte Wetter im Frühjahr hat das Geschäft der Lieferanten im Gartenbereich getrübt. Unter den Mitgliedsfirmen des Industrieverbands Garten (IVG) geben 42 Prozent an, dass es ihnen schlechter geht als vor einem Jahr. Für 59 Prozent der Unternehmen über alle Produktgruppen hinweg ist die Inlandsnachfrage gegenüber dem Vorjahr gesunken, die Auslandsnachfrage für 38 Prozent. Immerhin bewerten 86 Prozent ihre aktuelle Geschäftslage noch als befriedigend bis gut; 25 Prozent vertrauen darauf, dass sich ihre geschäftliche Lage im zweiten Halbjahr dieses Jahres verbessern wird. Die Lage auf dem grünen Markt bewerten derzeit 32 Prozent als gut. Dennoch erwarten diese 32 Prozent, dass der Markt in den nächsten zwölf Monaten wieder wachsen wird. Deutliche Einbußen gegenüber dem Vorjahr musste insbesondere die IVG-Fachabteilung Garten Lifestyle hinnehmen. Die dort organisierten Mitglieder sind in den Bereichen Gartenmöbel, dekorative Hardware, Teichtechnik und Grillen tätig. Sie berichten von einer deutlich verschlechterten Geschäftslage, bedingt durch eine stark gesunkenen Inlandsnachfrage sowie schwachen Impulsen aus dem Ausland. Besorgt äußern sich viele der IVG Mitglieder über die zunehmende Konzentration im Handel, die durch die Vorkommnisse um Praktiker einen weiteren Impuls erhält. Ebenfalls sehen die Unternehmen die deutlich höhere Preisorientierung der Verbraucher als zukünftiges Risiko an. Für die Unternehmen, die den Erwerbsgartenbau beliefern, insbesondere die Hersteller von gärtnerischen Kultursubstraten, gibt es Besorgnis über die Solvenz der Abnehmerkreise. Die hohen Verluste an Umsatz bei Lebendem Grün zu Beginn des Jahres haben hier einen deutlichen, negativen Einfluss auf die Liquidität der Abnehmer.
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