Holzindustrie

Positive Entwicklung durch Export

Die deutsche Holzindustrie verzeichnete im ersten Halbjahr 2014 ein Umsatzwachstum von 3,9 Prozent.
Die deutsche Holzindustrie verzeichnete im ersten Halbjahr 2014 ein Umsatzwachstum von 3,9 Prozent.
01.10.2014

Die deutsche Holzindustrie verzeichnete im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum laut HDH (Hauptverband der Deutschen Holzindustrie) ein Umsatzwachstum von 3,9 Prozent auf 16,4 Mrd. € (15,8 Mrd. €). Im Gesamtjahr 2013 schrumpfte der Umsatz der Branche noch um 1,7 Prozent auf 32,2 Mrd. €.
Der Umsatz im Holzgewerbe - dieses umfasst die Holzindustrie ohne die Möbelindustrie - legte im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 noch kräftiger um 6,6 Prozent auf 7,8 Mrd. € zu. Die Branche zählt dabei lediglich fünf Betriebe (-1,4 Prozent) weniger als zum Ende des ersten Halbjahres 2013. Dabei konnte die Beschäftigung im Holzgewerbe mit 57.408 Mitarbeitern im Durchschnitt der ersten sechs Monate des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahr konstant gehalten werden.
Das größte Segment des Holzgewerbes - die Holzwerkstoffindustrie - verzeichnete einen noch deutlicheren Umsatzanstieg um 7,5 Prozent auf über 2,4 Mrd. €, wobei auch hier rohstoffbedingte Preisanhebungen eine wesentliche Rolle gespielt haben.ParkettDie Parkettindustrie entwickelte sich im ersten Halbjahr als einziges Segment des Holzgewerbes negativ. Die deutschen Parketthersteller mussten einen Umsatzeinbruch um 5,3 Prozent auf rund 150 Mio. € verkraften. Dieser, heißt es in der HDH-Meldung weiter, ist auf die rückläufige Produktionsentwicklung im Inland und auf den steigenden Importdruck zurückzuführen. Nach der internen Produktionserhebung des Verbandes der Deutschen Parkettindustrie reduzierte sich die in Deutschland produzierte Parkettmenge im ersten Halbjahr um 7,8 Prozent auf rund fünf Mio. m².Baunaher BereichDas zweitgrößte Segment des Holzgewerbes, der sogenannte "baunahe Bereich", umfasst die Hersteller von Fertighäusern, Fenstern, Türen, Treppen und anderen Bauelementen. Diese profitieren weiterhin von der stabilen Baukonjunktur und den historisch niedrigen Zinsen, wenngleich die Zahl der Baugenehmigungen im Berichtszeitraum minimal rückläufig war. Insgesamt konnten die Erlöse im baunahen Bereich im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 um 4,9 Prozent auf knapp 2,4 Mrd. € gesteigert werden. Die kleinste Sparte Holzveredelung sowie Kork-, Flecht- und Korbwaren verzeichnete einen überdurchschnittlichen Umsatzanstieg um 12,1 auf rund 340 Mio. €.Der deutliche Umsatzanstieg im Holzgewerbe ist vor allem auf die Nachfragebelebung auf den Auslandsmärkten zurückzuführen. Während die Umsatzsteigerung im Inland im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lediglich 5,7 Prozent betrug, stiegen die Auslandsumsätze um 9,2 Prozent. Vor allem die Überwindung der Wachstumsschwäche auf wichtigen europäischen Märkten trug zu einem Anstieg der Exportquote auf 25,9 Prozent bei. Im Gesamtjahr 2013 lag die Exportquote noch bei 24,9 Prozent.Nachlassende DynamikBei näherer Betrachtung der Umsatzentwicklung in der deutschen Holzindustrie fällt die nachlassende Dynamik auf. War die gesamte Holzindustrie im ersten Quartal 2014 noch um sechs Prozent gewachsen, so betrug das Wachstum im zweiten Quartal 2014 nur noch 1,9 Prozent. Im Holzgewerbe schrumpfte das Wachstum von 10,4 Prozent im ersten Quartal auf 3,2 Prozent im zweiten Quartal. Unter den geschilderten Voraussetzungen geht der HDH von einer weiteren Verlangsamung des Branchenwachstums im zweiten Halbjahr 2014 aus.
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