ECC-Studie DIY

Händler, Hersteller und Kunden sehen online Potenzial

19.02.2015

Der Online-Handel mit DIY-Produkten wird in Zukunft wichtiger werden, sowohl aus Händler- und Herstellersicht als auch aus Konsumentensicht. Diesen Schluss ziehen die Autoren der Kurzstudie "Projekt online: Zugzwang für DIY-Akteure?", den das ECC Köln (E-Commerce-Center Köln) in Zusammenarbeit mit Contentserv, Kernpunkt und Oxid E-Sales erarbeitet hat.
Mit einem Umsatzanteil von drei Prozent scheint der boomende Online-Handel die DIY-Branche nur langsam zu erreichen. Dennoch besteht für den Online-Vertrieb von Werkzeug, Farben, Bastelbedarf und Co. großes Potenzial - sowohl aus Händler- als auch aus Konsumentensicht, heißt es in der Studie. So rechnen 85 Prozent der DIY-Händler und -Hersteller mit einer steigenden Bedeutung des Online-Handels für ihre Branche. Zudem glaubt jeder zweite der befragten Konsumenten, die in den letzten zwölf Monaten DIY-Produkte im Internet bestellt haben, zukünftig mehr für Produkte aus diesem Segment online auszugeben.
"Schon jetzt kauft jeder vierte befragte DIY-Online-Shopper häufiger online als in stationären Geschäften", kommentiert Dr. Eva Stüber, Senior Projektmanagerin am ECC Köln, die Ergebnisse. "Es gilt, weiterhin Hemmschwellen für die Online-Bestellung abzubauen und den Konsumentenwünschen auch online gerecht zu werden."
Ausführliche und übersichtlich präsentierte Produktinformationen sind die wichtigste Konsumentenforderung an DIY-Online-Shops (93,4 Prozent) - in puncto Zufriedenheit steht das Kriterium mit rund 83 Prozent jedoch nicht an erster Stelle. Nachbessern müssen die DIY-Shops auch in Sachen Sortimentsbreite: Eine gute Produktauswahl landet mit knapp 85 Prozent auf Rang drei der relevantesten Kriterien, schafft es aber bei der Zufriedenheit nicht einmal unter die Top fünf. Dabei ist dieser Aspekt besonders relevant, da viele Konsumenten das Internet zum gezielten Kauf von DIY-Produkten nutzen.
Zeitmangel oder hohe Kosten sind wie in vielen anderen Branchen auch aus Händlersicht Hürden für einen Einstieg in den E-Commerce. Hinzu kommt als größte Befürchtung, dass die Produkte nicht für den Online-Vertrieb geeignet seien. Auch die besonderen Anforderungen an die Logistik und die Retourenabwicklung sowie Bedenken, online eine adäquate Beratung anbieten zu können, bereiten den befragten DIY-Händlern Sorgen.
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