Die höchsten absoluten Umsätze im Berichtszeitraum verzeichneten die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte mit Bauchemie/Baumaterialen (1,35 Mrd. €), Sanitär- und Heizungswaren (1,19 Mrd. €), Gartenausstattung (1,05 Mrd. €), Anstrichmitteln/Malerzubehör (989,2 Mio. €) und Elektrowaren (883,3 Mio. €). Mit insgesamt 3,53 Mrd. € und damit rund 25 Prozent des bisherigen Gesamtjahresbruttoumsatzes zeigen die Gartensortimente ihre große Bedeutung für den Baumarkthandel. Die umsatzstärksten Monate waren der April (1,90 Mrd. €), der Mai (1,88 Mrd. €) und der Juni (1,66 Mrd. €).
Betrachtet man die Sortimentsentwicklung im Vorjahresvergleich, zeigen sich auch hier die Gartensortimente als Umsatz- und Wachstumsbringer. Besonders die Warengruppen Gartenmöbel (+12,0 Prozent), Gartengeräte/Be- und Entwässerung (+7,8 Prozent) und Gartenausstattung (+6,6 Prozent) erzielten deutliche Umsatzzuwächse. Auch in den Warengruppen Technik/Büro/Unterhaltung (+9,9 Prozent), Automotive (+8,9 Prozent), Wohnen/Dekoration (+4,6 Prozent) und Haushaltswaren (+4,1 Prozent) hat der Baumarkthandel im Vorjahresvergleich ein Umsatzwachstum erwirtschaftet. Zu Umsatzrückgängen kam es hingegen in den Warengruppen Freizeit/Saisonwaren (-2,7 Prozent), Möbel (-2,4 Prozent) und Anstrichmittel/Malerzubehör (- 1,7 Prozent).
Starkes drittes Quartal
Entscheidenden Anteil am guten Ergebnis nach neun Monaten hat das dritte Quartal 2015. Hier erzielten die deutschen Baumärkte einen Umsatzzuwachs von 4,6 Prozent im Vorjahresvergleich und damit einen Gesamtbruttoumsatz von 4,51 Mrd. €. Auf bereinigter Fläche hat die Branche ihren Umsatz um 2,3 Prozent gesteigert. Dabei förderte die Wetterlage im Juli und der ersten Hälfte des Augusts mit Rekordhitze und geringen Niederschlägen die Nachfrage bei den Baumarktkunden, so dass die Baumarktunternehmen im Juli (1,61 Mrd. €, +10,2 Prozent) und August (1,51 Mrd. €, +2,5 Prozent) nochmals zum Teil deutliche Umsatzzuwächse erreicht haben. Auch der September lag mit einem Umsatz von 1,38 Mrd. € (+1,0 Prozent) noch über dem Vorjahresniveau.
Vor dem Hintergrund dieser Zahlen zieht der BHB ein positives Zwischenfazit für das laufende Jahr. "Der Trend zum Do-it-yourself, zum Heimwerken, Renovieren und Verschönern, ist seit Jahren ungebrochen", sagt BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst. "In keinem anderen Land geben die Menschen mehr Geld für Heimwerken und Home-Improvement aus."







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