Für die Baumarktbranche sieht der BHB in diesem Jahr einen „positiven Trend“, erklärte Peter Abraham, BHB-Vorstandssprecher und Bereichsleiter Einzelhandel der Eurobaustoff, auf der Pressekonferenz des Verbands im Rahmen der Internationalen Eisenwarenmesse in Köln. Inzwischen stünden wegen der hohen Preise Energiesparen und die Modernisierung von Gebäuden wieder etwas stärker im Fokus. Die anziehenden Baugenehmigungszahlen lassen, so Abraham, nachgelagerte Umzüge und mehr Renovierungen erwarten. „Deshalb glauben wir, dass wir ein leichtes Plus haben werden“, lautete seine Prognose für 2026.
Allerdings mussten der Vorstandssprecher und BHB-Geschäftsführer Peter Wüst zunächst einmal keine so guten Branchenzahlen kommunizieren. Denn die Umsatzrückgänge der Baumärkte in Deutschland haben sich im Jahr 2025 fortgesetzt. Der Gesamtumsatz des DIY-Handels ist gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent auf ein Volumen von 20,58 Mrd. Euro gesunken. Flächenbereinigt betrug das Minus 1,4 Prozent.
„Das sind sicher keine positiven Zahlen, und man kann sie sich auch nicht schönreden“, sagte Peter Abraham. „Aber wenn wir die Rahmendaten sehen, sind wir mit einem blauen Auge davongekommen“, ordnete er die Ergebnisse des GfK Total Store Reports ein, die der BHB veröffentlicht hat. Er meinte damit die andauernde Konsumzurückhaltung der Verbraucher. „Das hat den Umsatz im letzten Jahr noch einmal etwas ausgebremst“, sagte Abraham.
Von der gelähmten Konsumstimmung war viel die Rede auf der Pressekonferenz, von der nicht zuletzt durch unklare gesetzliche Vorgaben befeuerten Unsicherheit der Verbraucher, von den geopolitischen Krisen und ihren Auswirkungen auf die Preise und Lieferketten (die Pressekonferenz fand drei Tage nach Beginn der Angriffe auf den Iran statt), auch von der US-amerikanischen Zollpolitik mit ihren negativen Folgen für Absatz- und Beschaffungsmärkte (wobei sich Peter Abraham sorgfältig weigerte, den Namen des Urhebers in den Mund zu nehmen), und natürlich von „unseren Hauptwettbewerbern im Sommer“, wie Abraham meinte: Urlaub, Freizeit und Gastronomie.
Ins Bild des DIY-Gesamtmarktes ordnete Peter Wüst das Abschneiden der Baumarktbranche so ein: „Eigentlich hat 2025 keiner hervorragend abgeschnitten. Der einzige DIY-relevante Vertriebskanal mit Zuwächsen (1,3 Prozent) sind die Verbrauchermärkte, Discounter und andere Vertriebsformen vor allem im Lebensmitteleinzelhandel, die in unseren Sortimenten wildern – sehr erfolgreich wildern“, wie Wüst sagte. Dennoch unterstrich…












