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Neue Branchendefinitionen sollen Marktzahlen vergleichen helfen

Die neuen BHB-Branchendefinitionen sollen Marktzahlen vergleichen helfen (Bild: Pixabay).Bildunterschrift anzeigen
Die neuen BHB-Branchendefinitionen sollen Marktzahlen vergleichen helfen (Bild: Pixabay).
30.11.2016

Die Kenntnis von Marktzahlen der DIY-Branche und deren Erhebung und Auswertung auf Basis branchenweit einheitlicher Begrifflichkeiten bieten den Unternehmen der Branche wertvolle Hilfestellungen für die operative Arbeit. Der BHB hat jetzt die Branchendefinitionen "Bau- und Heimwerkermarkt", "Verkaufsfläche" und "Branchenumsatz" fortentwickelt und im Rahmen der Sitzung des Lenkungsausschusses Branchenzahlen präsentiert.
Durch die angepassten Branchendefinitionen will der BHB eine bessere Vergleichbarkeit der Handelsunternehmen untereinander garantieren. Zudem erhalten die Flächenproduktivitätsdaten dadurch eine stärkere Aussagekraft, betont der Verband.
Abschied von der Verkaufsflächengröße
Danach handelt es sich im Sinne der BHB-Definition ab sofort dann um einen "Bau- und Heimwerkermarkt", wenn das Sortiment mehrheitlich aus den Warenfeldern Heimwerken, Bauen, Wohnen und Garten besteht. Diese Definition ist unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche des Standortes. Bislang hatte die BHB-Branchendefinition als "Bau- und Heimwerkermärkte" nur solche Märkte angesehen, die eine Mindestgröße von 1.000 m² Verkaufsfläche aufweisen konnten. Zudem betont der BHB nun auch durch die Aufnahme des Warenfeldes "Wohnen" seine Kompetenz in diesem Sortimentssegment.
Als "Verkaufsfläche" sieht der Branchenverband alle Flächen, die den Kunden zugänglich sind. Hierzu zählen z. B. auch Info-Center und Holzzuschnittzonen, da auch in diesen Servicezonen Kundenumsätze erzielt werden. Nicht in die Bewertung eingerechnet sind Wareneingangszonen, Sozialräume für Mitarbeiter oder Büroräume.
In die Gesamtberechnungen werden die Verkaufsflächen gewichtet gemäß ihrer Qualität einbezogen und berechnet. Geschlossene Halle (warm oder kalt): jeweils 100 Prozent; überdachte Freiflächen (kalt): 50 Prozent; Baustoff-Drive-in (kalt): 50 Prozent; nicht-überdachte Freifläche (kalt): 25 Prozent.
Durch den einheitlichen Standard ergibt sich dem BHB zufolge eine bessere Vergleichbarkeit der Handelsunternehmen untereinander. Zudem erhielten die Flächenproduktivitätsdaten so eine stärkere Aussagekraft. Darüber hinaus hat der BHB auch die Branchendefintion "Umsatz" konkretisiert und nun klargestellt, dass auch Online-Umsätze grundsätzlich im Gesamtumsatz enthalten sind.
Mit dem Lenkungsausschuss Branchenzahlen bietet der BHB Marktforschungs- und Medienunternehmen eine Plattform zum Austausch über Zahlen und Marktentwicklungen sowie zur Diskussion von Darstellungen und Weiterentwicklungen der Branchenanalysen. An den Sitzungen des Lenkungsausschusses nehmen die Fachverlage Dähne und Rohn teil, ebenso die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), das Institut für Handelsforschung (IFH Köln), die Gesellschaft für Markt- und Betriebsanalyse (Gemaba) und Teipel Reserach & Consulting. Unterstützt wird der Ausschuss durch den BHB-Arbeitskreis Marktdaten & Controlling.
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