Umfrage des Ifo-Instituts

Industrie klagt über massiven Materialmangel

Hersteller elektronischer Geräte sind ebenso betroffen wie Maschinenbauer oder Anbieter elektrischer Ausrüstungen. 
Hersteller elektronischer Geräte sind ebenso betroffen wie Maschinenbauer oder Anbieter elektrischer Ausrüstungen. 
04.08.2021

Fast zwei Drittel der Industriefirmen in Deutschland berichten von Hindernissen für ihre Produktion aufgrund von Engpässen und Problemen bei Vorlieferungen. Das geht aus einer vierteljährlichen Umfrage des Ifo-Instituts hervor. Von April bis Juli stieg der Anteil von 45 auf 63,8 Prozent. „Bereits im Vorquartal meldeten die Unternehmen einen Rekordwert, dieser wurde nochmals deutlich übertroffen“, sagt der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Zuvor lag der Spitzenwert einmal bei 20,2 Prozent im dritten Quartal 2018. „Problematisch sind auch die teilweise stark gestiegenen Einkaufspreise. Derzeit bedienen die Hersteller die Nachfrage noch aus ihren Lagern an Fertigwaren. Aber die leeren sich nun auch zusehends, wie sie uns mitgeteilt haben“, ergänzt Wohlrabe.

Bei den Herstellern elektronischer Geräte beklagen 72,2 Prozent der Befragten Materialmangel, außerdem 70,3 Prozent der Maschinenbauer. Die stark gestiegenen Preise für Kunststoffgranulate machen den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren deutlich zu schaffen (79 Prozent). Die Knappheit bei Halbleitern und Chips macht sich insbesondere bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen bemerkbar (84,4 Prozent).

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