HDE-Konsumbarometer im September

Verbraucherstimmung trübt sich weiter ein

Die derzeitige Zurückhaltung bei Anschaffungen wird laut HDE voraussichtlich anhalten.(Quelle: Pexels)
Die derzeitige Zurückhaltung bei Anschaffungen wird laut HDE voraussichtlich anhalten.
05.09.2022

Nachdem das Konsumbarometer des Handelsverbands Deutschland (HDE) im August bereits ein Allzeittief erreicht hatte, fällt der Index im September auf ein neues Allzeit-Tief. Angesichts der aktuellen Energiekrise, der anhaltend hohen Inflation und pandemiebedingter Unsicherheiten ist demnach erneut eine Verschlechterung der Verbraucherstimmung zu beobachten.

Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher trüben sich im Vergleich zum Vormonat weiter leicht ein, heißt es vom Verband. Ihr pessimistischer Blick auf die gesamtwirtschaftliche Situation deckt sich laut den Konsumforschern mit dem der Unternehmen. Auch bei den eigenen Einkommenserwartungen hält der Negativtrend bei den Verbrauchern an. Sie gehen sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück.

Hinzu komme, dass sich das verfügbare Haushaltseinkommen laut HDE mit steigenden Lebenshaltungskosten verringere. Dass in den kommenden Monaten mehr Geld für die Lebenshaltung benötigt werde, zeige sich auch in der Entwicklung der Anschaffungs- und Sparneigung. Die Anschaffungsneigung der Verbraucher gehe weiter zurück, auf ein neues Allzeittief. Größere Beträge beiseitezulegen und zu sparen, sei jedoch ebenfalls nicht geplant. Zwar würden Verbraucherinnen und Verbraucher in nächster Zeit mit einem Nachlassen der Preisanstiege rechnen, doch die derzeitige Konsumzurückhaltung wird laut HDE voraussichtlich anhalten.

Da die weiteren Kostenentwicklungen bislang nicht absehbar sind, ist eine Aufhellung der Verbraucherstimmung laut Handelsverband in den bevorstehenden Monaten nicht zu erwarten. Vielmehr könnten im Herbst mit Blick auf die Energieversorgung und die Pandemie zusätzliche Unsicherheiten aufkommen. Mit einer spürbaren Verbesserung der Verbraucherstimmung rechnen die Marktforscher daher nicht vor dem nächsten Frühjahr. Bis dahin könnte auch die Dynamik beim privaten Konsum gering bleiben.

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