GfK-Konsumklima im Oktober

Erholung des Konsumklimas lässt weiter auf sich warten

Die Inflation drückt laut den Experten noch immer stark auf das Konsumverhalten der Verbraucher.(Quelle: Pexels)
Die Inflation drückt laut den Experten noch immer stark auf das Konsumverhalten der Verbraucher.
24.10.2023

Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt im Oktober ein gemischtes Bild und damit keinen klaren Trend: Die Konjunkturerwartung legt leicht zu und die Einkommenserwartung muss Einbußen hinnehmen, während sich die Anschaffungsneigung nahezu unverändert zeigt, so die Ergebnisse des GfK-Konsumklimas für Oktober 2023. Seit Oktober 2023 wird es gemeinsam von GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), Gründer der GfK, herausgegeben. 

Der erneute Anstieg der Sparneigung in diesem Monat verstärkt den Abwärtstrend des Konsumklimas. „Mit dem dritten Rückgang in Folge müssen die Hoffnungen auf eine Erholung der Konsumstimmung noch in diesem Jahr endgültig begraben werden“, erklärt Rolf Bürkl, Konsumexperte beim NIM.  

Für eine Trendwende beim Konsum sei es unverzichtbar, dass sich der derzeit abzeichnende Rückgang des Preisauftriebs fortsetzte. Denn, so sind sich die Experten sicher: Nach wie vor befinden sich die Einkommensaussichten im Würgegriff der Inflation. Steigende Preise für Nahrungsmittel und Energie würden eine nachhaltige Erholung des Indikators verhindern.  

Die Anschaffungsneigung setzt ihre stagnierende Entwicklung auch im Oktober fort. Ein geringerer Wert wurde zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahre 2008 gemessen. Seit etwa einem Jahr verharrt die Konsumneigung auf diesem niedrigen Niveau und lässt nach wie vor keinerlei Anzeichen einer Besserung erkennen. Neben der hohen Inflation dürfte auch die Tatsache eine Rolle spielen, dass zuletzt die Arbeitslosigkeit wieder etwas zugenommen hat. Verstärkt wird die Besorgnis darüber hinaus durch steigende Unternehmensinsolvenzen.

Trotz der leichten Verbesserung signalisiert der Konjunkturindikator laut den Experten noch keine nachhaltige Erholung der deutschen Wirtschaft. Dies zeigt sich auch an den Wachstumsprognosen in diesem Jahr: Demnach wird Deutschland 2023 nach Angaben der EU-Kommission mit einem Minus von 0,4 Prozent die schlechteste konjunkturelle Entwicklung unter den Staaten der Europäischen Union verzeichnen.

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