GFK-Konsumklima

Iran-Konflikt drückt auf die Verbraucherstimmung

Viele Menschen merken die Auswirkungen des Krieges bereits an der Zapfsäule. Das bereitet Sorgen und schürt Inflationsängste. (Quelle: BFT)
Viele Menschen merken die Auswirkungen des Krieges bereits an der Zapfsäule. Das bereitet Sorgen und schürt Inflationsängste. 
26.03.2026

Die Situation im Iran belastet die Verbraucherstimmung. Zu diesem Schluss kommen die GfK und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) in ihrer neuen Konsumklimastudie für März 2026. Mehr als 90 Prozent der Befragten, die eine wesentliche Verschlechterung ihrer Einkommenssituation erwarten, gehen davon aus, dass die Welt in den kommenden Jahren infolge des Krieges unsicherer werden wird. 

Die Einkommenserwartungen der Deutschen, die seit Beginn des Jahres wieder im Plus lagen, gehen stark zurück und befinden sich wieder im Minusbereich. Die GfK führt diese Entwicklung auf die deutliche Eintrübung der Konjunkturerwartungen sowie auf die gestiegenen Energiepreise zurück. Diese führen laut den Marktexperten zu Inflationsängsten in der Bevölkerung, was wiederum die Preiserwartungen massiv steigen lässt. 

Die Anschaffungsneigung bleibt davon in diesem Monat noch weitgehend unberührt und zeigt nur moderate Verluste im Vergleich zum Vormonat. Und auch die Sparneigung, die im Februar einen neuen Höchststand seit 2008 erreichte, stabilisiert sich vorerst auf einem sehr hohen Niveau.  

Der Iran-Konflikt hinterlässt auch bei den Konjunkturaussichten für die kommenden zwölf Monate deutliche Spuren: Der Indikator fällt stark ins Minus. Ein schlechterer Wert wurde zuletzt im Dezember 2022 gemessen, berichtet die GfK. 

„Viele Verbraucher haben offenbar Sorge, dass der vorsichtige Aufschwung der deutschen Wirtschaft einen ernsthaften Dämpfer erhalten könnte, vor allem dann, wenn der Konflikt länger andauern sollte“, unterstreicht Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. „In einer aktuellen NIM-Studie geben 60 Prozent der Deutschen an, dass sie davon ausgehen, dass die Preise für Öl, Gas und Benzin dauerhaft hoch bleiben. Das drückt natürlich auf die Verbraucherstimmung“, merkt er an. 

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