Dusche bevorzugt

Viele haben eine Wanne, baden aber nicht

Wird die Wanne auch für den Handel zum Auslaufmodell?(Quelle: Dähne Verlag, Strnad)
Wird die Wanne auch für den Handel zum Auslaufmodell?
24.02.2026

Millionen Menschen in Deutschland haben nach eigenen Angaben seit über einem Jahr kein Bad mehr genommen. Nahezu ein Viertel (23 Prozent) der Deutschen hat eine Badewanne, diese aber seit einem Jahr oder länger nicht benutzt. Diese Daten stammen von My Hammer, einer Online-Plattform zur Vermittlung von Handwerkern.

Der Trend weg von der Wanne zeigt sich den Angaben zufolge unabhängig von Alter oder Geschlecht der Befragten. Allerdings gibt es regionale Unterschiede: In Rheinland-Pfalz wird besonders selten gebadet. Dort geben 38 Prozent an, ihre Badewanne seit über einem Jahr nicht mehr genutzt zu haben.

Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass 30 Prozent der Befragten mit ihrem Badezimmer unzufrieden sind und sich eine Renovierung wünschen. Auch hier sind alle Altersgruppen betroffen. Am größten ist der Veränderungswunsch bei den 18- bis 34-Jährigen: 35 Prozent von ihnen würden ihr Bad gerne umbauen. Ein möglicher Grund für die sinkende Beliebtheit der Badewanne könnte das gestiegene Kostenbewusstsein sein – 71 Prozent der Befragten achten laut My Hammer bewusst auf ihren Wasserverbrauch.

„Auch wenn viele Menschen weiterhin gerne ein entspannendes Bad genießen, zeigt sich laut Umfrage: Für die Mehrheit ist die Dusche inzwischen die bevorzugte Wahl“, kommentiert Matthias Schellenbach, Sanitär-Experte von myhammer.de, die Umfrage. „Wer ohnehin selten badet, kann darüber nachdenken, die Badewanne zu entfernen und stattdessen auf einen hochwertigen Duschbereich zu setzen.”

Gleichzeitig gibt er zu bedenken: „Ist es die einzige Badewanne im Haus oder in der Wohnung, kann sich das später beim Verkauf bemerkbar machen. Viele Kaufinteressenten – vor allem Familien mit kleinen Kindern – wünschen sich weiterhin eine Badewanne und könnten eine Immobilie ohne Wanne ausschließen.“

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