Europa bleibt der Kernmarkt für die Laminatbodenbranche, bestätigen aktuelle Zahlen des Verbands der Europäischen Laminatfußbodenhersteller (EPLF): Im Jahr 2025 entfielen mehr als 80 Prozent des Gesamtabsatzes seiner Mitglieder auf diesen Kontinent – und das trotz eines ungünstigeren weltweiten Umfelds für Bau- und Sanierungsvorhaben, betonen die Branchenvertreter. Während die allgemeine Nachfrage im Jahresverlauf schwächelte, entwickelte sich das Marktgeschehen in den verschiedenen Regionen sehr uneinheitlich. Das spiegelt laut EPLF die Unterschiede bei der lokalen Bautätigkeit und Marktreife wider.
Der Gesamtabsatz der EPLF-Mitglieder betrug im zurückliegenden Jahr 263,4 Mio. m², ein Rückgang von 6,5 Prozent im Vergleich zu 2024 (281,6 Mio. m²). Westeuropa, was 58 Prozent des Gesamtabsatzes des EPLF ausmacht, verzeichnete den moderatesten Rückgang unter den größeren Regionen. Der Absatz sank 2025 auf 151,8 Mio. m², ein Minus von 5,62 Prozent gegenüber 2024. Frankreich blieb weitgehend stabil mit 30,4 Mio. m² (-0,59 Prozent). Deutschland und Großbritannien, zwei der größten Märkte der Region, verzeichneten Einbußen von 8,22 Prozent (30,3 Mio. m²) und 5,47 Prozent (21,6 Mio. m²).
Osteuropa machte im vergangenen Jahr 23 Prozent des Gesamtabsatzes des EPLF aus. Hier wurden 61,6 Mio. m² Laminatboden abgesetzt, ein Anstieg von 2,56 Prozent im Vergleich zu 2024. Polen legte um 3,55 Prozent auf 21,9 Mio. m² zu. Rumänien wuchs um 9,3 Prozent mit einem Absatz von 9,8 Mio. m².
Außerhalb Europas fielen die Rückgänge ausgeprägter aus. In Nordamerika spiegelte ein Minus von 12,40 Prozent gegenüber 2024 die schwächere Bautätigkeit und gedämpfte Nachfrage nach Wohnraum wider, so der Verband. Lateinamerika erlebte einen Rückgang von 20,61 Prozent, während die Absätze in Asien um 24,53 Prozent zurückgingen. Afrika musste mit 31,55 Prozent den stärksten regionalen Rückgang hinnehmen. Auch in Australien und Ozeanien sanken die Absatzmengen, mit einem Minus von 17 Prozent gegenüber 2024.
Das Jahr 2025 sei von Anpassungen geprägt gewesen, berichten die Branchenvertreter. Regionale Unterschiede deuteten darauf hin, dass sich die Marktverhältnisse in unterschiedlichem Tempo entwickelten, anstatt einem einzelnen globalen Muster zu folgen. „2026 dürfte es die Branche weiterhin mit einem schwierigen Bauumfeld zu tun haben“, prognostiziert der EPLF. Die Mitglieder des Verbands setzten ihre Schwerpunkte weiterhin auf Innovationen, Nachhaltigkeit, Produktqualität und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.












