Der Markt für mehrschichtig modularen Fußbodenbeläge (MMF) in Europa durchläuft strukturelle Veränderungen: Das Wachstum konzentriert sich zunehmend auf SPC (Stein-Polymer-Verbundwerkstoff). Das zeigen die Zahlen des Verbands MMFA für das Jahr 2025.
Im Jahr 2025 überstiegen die Gesamtabsätze der MMFA-Mitglieder über alle Kategorien (Polymere und Holz) hinweg zum ersten Mal die Marke von 100 Mio. m² (103.539.445), ein Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zu 2024. Diese Entwicklung spiegele neben einer strukturellen Konsolidierung auch regionale Nachfragetreiber wider, merkt der Verband an.
Polymer-Wachstum beschleunigt sich
Der Polymer-Gesamtabsatz betrug im vergangenen Jahr 95.477.025 Mio. m², ein Anstieg von 16,36 Prozent im Jahresvergleich. Die SPC-Kategorie habe mit 85.739.929 verkauften m² im Vergleich zu 2024 um 26,64 Prozent zugelegt, berichtet der Verband. SPC macht 83 Prozent des MMFA-Gesamtabsatzes aus.
2019 hatte der Marktanteil von SPC-Produkten noch bei 31 Prozent gelegen. Über denselben Zeitraum ging der Anteil von LVT Click (Luxus-Vinylfliesen) am Gesamtabsatz von 48 Prozent auf 5 Prozent zurück, während sich der Anteil von Holzprodukten von 14 Prozent auf 8 Prozent reduzierte.
2025 gingen die Absätze von LVT Click auf 4.937.448 m² zurück, ein Minus von 45,98 Prozent gegenüber 2024. In der Kategorie EPC (Expanded Polymer Core, starrer Vinylboden) wurden 4.799.467 m² verkauft, ein Rückgang von 7,98 Prozent im Vergleich zu 2024.
Erholung auf den europäischen Kernmärkten
Frankreich verzeichnete 15,2 Mio. m² (+9,15 Prozent). Deutschland wuchs mit 13,2 Mio. m² um 4,2 Prozent. Belgien erzielte ein Plus von 6,94 Prozent (2,5 Mio. m²). Die Absätze gingen in Italien um 5,75 Prozent (3,9 Mio. m²) und in Großbritannien um 11,54 Prozent (3,5 Mio. m²) zurück. In Polen wurden 3,8 Mio. m² (+12,56 Prozent) verkauft und in Tschechien 2,0 Mio. m² (+12,61 Prozent).
Holz-Kategorie stabilisiert sich
Deutschland und Österreich erzielten 2025 zusammen 83 Prozent des Gesamtabsatzes im Holzsegment. Deutschland blieb mit 5,3 Mio. m² (-1,09 Prozent) der größte Markt, während Österreich einen Anstieg von 35,97 Prozent auf 1,3 Mio. m² verzeichnete. Es folgte die Schweiz mit 308.348 m² (-11,88 Prozent). Westeuropa blieb mit 7.458.470 verkauften m² (+2,30 Prozent) der Dreh- und Angelpunkt für Holzprodukte. Osteuropa verzeichnete 348.426 m² (-28,28 Prozent), was die insgesamt schwächeren Marktbedingungen widerspiegelte.












