Der Absatz von Substraten aus deutscher Produktion blieb 2025 im Vergleich zum Vorjahr konstant. Dieses Ergebnis der jährlichen Erhebung von Absatz- und Produktionszahlen ihrer Mitglieder aus der Substratindustrie haben der Industrieverband Garten (IVG) und die Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen (GGS) vorgestellt. Das Ergebnis signalisiere eine stabile Situation, trotz anhaltender Wirtschaftskrise und mangelnder Rohstoffsicherheit. Wichtigster Rohstoff ist weiterhin Torf, gefolgt von Grüngutkompost und Holzfasern.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 7,9 Mio. m³ Substrate und Erden aus deutscher Produktion abgesetzt. Davon wurden gut 3 Mio. m3 Profisubstrate für den Erwerbsgartenbau verkauft – 1,7 Mio. m3 im heimischen Markt sowie 1,2 Mio. m3 als Exportware. Zudem wurden 5 Mio. m3 Blumenerden für den Consumer-Bereich verkauft. Diese teilen sich auf in 4,1 Mio. m3 Erden für den deutschen Markt und 0,9 Mio. m3 für den Export. Absolut wurden in der Produktion 4,3 Mio. m3 Torf (2024: 4,7) verwendet. Hinzu kamen 4,4 Mio. m3 andere organische und 0,3 Mio. m3 mineralische Ausgangsstoffe.
Torfreduktion am Limit
Die Rohstoffsituation für Torfersatzstoffe sei jedoch nach wie vor angespannt: Es fehle an Rinde und an hochwertigem Grüngutkompost. Bei Kokos bestehe eine sehr große Abhängigkeit von fernen Produktionsorten und langen, kostenintensiven Lieferwegen.
Der Anteil von Torf als Substratausgangsstoff für die Produktion von Profisubstraten für den Erwerbsgartenbau im deutschen Markt ist auf 61 Prozent gesunken. Der Anteil torffreier Erden am professionellen Gesamtmarkt blieb auch 2025 konstant bei 6 Prozent.
Im deutschen Consumer-Markt liegt der Torfanteil im Durchschnitt der eingesetzten Substratausgangsstoffe weiterhin bei 33 Prozent. Der Anteil torffreier Erden am Consumer-Gesamtmarkt ist unterdessen auf 30 Prozent gestiegen.
„Die Torfreduktion ist dank zahlreicher Anstrengungen der Industrie, unterstützt durch wertvolle Forschungsarbeit an verschiedensten Einrichtungen, schon sehr weit vorangeschritten. Aber die Anforderungen aus der Politik stoßen nun in der Praxis bei Produktion und Anwendung sowie den Realitäten des Marktes an ihre Grenzen“, bewertet Philip Testroet, stellvertretender Geschäftsführer des IVG, die aktuelle Lage.












