Gas an zweiter Stelle

Wärmepumpe auf dem Vormarsch

Auch der Handel hat diese Entwicklung auf der Agenda, etwa hier Obi, der eine Kooperation mit dem Dienstleister 42 Watt eingegangen ist. (Quelle: Obi, 42 Watt)
Auch der Handel hat diese Entwicklung auf der Agenda, etwa hier Obi, der eine Kooperation mit dem Dienstleister 42 Watt eingegangen ist. 
10.06.2026

Ein immer größerer Teil neuer Wohngebäude wird mithilfe von Wärmepumpen beheizt. In 73,6 Prozent der rund 58.900 im Jahr 2025 fertiggestellten Wohngebäude in Deutschland werden hauptsächlich Wärmepumpen genutzt, so das Statistische Bundesamt (Destatis). Der Anteil ist gegenüber dem Jahr 2024 mit 69,4 Prozent der rund 76.100 fertiggestellten Wohngebäude weiter gestiegen. 2015 waren Wärmepumpen in 31,4 Prozent der 105.600 fertiggestellten Wohngebäude die hauptsächliche Heiztechnik.

Vor allem in Ein- und Zweifamilienhäusern

In 77,9 Prozent aller 2025 fertiggestellten Einfamilienhäuser und in 78,4 Prozent der neugebauten Zweifamilienhäuser wurde hauptsächlich eine Wärmepumpe genutzt. Deutlich seltener war deren Einsatz in Neubauten mit drei oder mehr Wohnungen (52,7 Prozent).

In 78,2 Prozent der 2025 fertiggestellten Wohngebäude waren erneuerbare die hauptsächliche Heiz-Energiequelle. 2015 hatte der Anteil noch bei 38 Prozent gelegen. Zu den erneuerbaren Energien bei Heizungen zählen neben Erd- oder Luftwärmepumpen auch Holz (Anteil als hauptsächliche Heizenergiequelle 2025: 3,5 Prozent), Solarthermie (0,6 Prozent), Biogas/Biomethan (0,4 Prozent) sowie sonstige Biomasse (0,2 Prozent).

Insgesamt werden erneuerbare Energien 2025 in vier von fünf neuen Wohngebäuden (85,2 Prozent) zum Heizen genutzt. 2015 lag der Anteil noch bei 61,5 Prozent.

Als zweitwichtigste Hauptenergiequelle wurde 2025 Erdgas eingesetzt – in 10,5 Prozent der fertiggestellten Wohngebäude. 2024 hatten Gasheizungen als hauptsächliche Energiequelle im Wohnungsneubau noch einen Anteil von 15 Prozent. 2015 wurden noch 51,5 Prozent der fertiggestellten Wohngebäude hauptsächlich mit Erdgas beheizt. Fernwärme ist die drittwichtigste Hauptenergiequelle in neuen Wohngebäuden (2025: 8,3 Prozent). Ölheizungen wurden im vergangenen Jahr in 190 neuen Wohngebäuden als Hauptheizung eingesetzt, das waren 0,3 Prozent aller Neubauten.

Der Trend zeigt sich auch beim Planen neuer Wohngebäude: 87 Prozent der 62.100 im Jahr 2025 genehmigten Wohngebäude sollen hauptsächlich mit erneuerbarer Energie beheizt werden. Wärmepumpen sollen in 83 Prozent der genehmigten Neubauten als Hauptheizung zum Einsatz kommen. Erdgas als häufigster konventioneller Energieträger spielt mit einem Anteil von 2,2 Prozent auch bei der Planung neuer Wohngebäude eine immer kleinere Rolle.

Bestehende Gebäude mehrheitlich mit Gas beheizt

Nach Ergebnissen des Zensus 2022 wurden 53,9 Prozent der bestehenden Gebäude mit Wohnraum mit Erdgas beheizt. Bei 24,7 Prozent der Wohngebäude kam Heizöl zum Einsatz. Erneuerbare Energiequellen zum Heizen spielten im Gesamtbestand 2022 mit einem Anteil von 10,2 Prozent eine untergeordnete Rolle. Mit Solar- oder Geothermie, Umwelt- oder Abluftwärme wurden 4,2 Prozent der bestehenden Wohngebäude beheizt.

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