Beim Online-Shopping sind KI-Agenten auf dem Vormarsch. Laut der aktuellen Deloitte-Studie "The state of Agentic Commerce in Europe" haben in den vergangenen neun Monaten mehr Deutsche KI-Einkaufshilfen genutzt als je zuvor, nämlich 52 Prozent. Bei einer vergleichbaren Befragung im September 2025 lag diese Zahl noch bei 44 Prozent. Weitere 28 Prozent der deutschen Online-Shopper können sich vorstellen, die virtuelle Unterstützung auszuprobieren.
Im europäischen Vergleich zeigen sich dabei merkliche Unterschiede: Während Spanien mit 67 Prozent KI-Shoppern unter den Befragten an der Spitze liegt, bildet Großbritannien mit 48 Prozent das Schlusslicht. Deutschland bewegt sich im unteren Mittelfeld.

Beratung ja – Kaufentscheidung nein
Wer bereits KI beim Online-Einkauf eingesetzt hat, verwendet die Technologie zunehmend häufiger (75 Prozent). Dieser Trend zeigt sich über alle Altersgruppen hinweg. Besonders häufig kommen KI-Agenten für den Vergleich von Preisen (32 Prozent) sowie von Produkten (24 Prozent) und für das Zusammenfassen von Produktbewertungen (22 Prozent) zum Einsatz. Deutlich geringer ist hingegen die Bereitschaft, Kaufentscheidungen vollständig an die KI zu übertragen: Europaweit wollen dies bislang lediglich 8 Prozent der KI-Nutzer, in Deutschland sogar nur knapp 6 Prozent.
Wie stark Verbraucher KI im Einkauf nutzen, hängt wesentlich vom Vertrauen in die Technologie ab. Besonders offen zeigen sich junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren: Sie vertrauen KI-Tools bereits mehr (39 Prozent) als Mitarbeitenden im stationären Handel (34 Prozent) und sind trotz bestehender Datenschutzbedenken eher bereit, persönliche Daten zu teilen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Skepsis gegenüber KI-Anwendungen hingegen zu. Zu den häufigsten Vorbehalten europäischer Verbraucher zählen Datenschutz- und Sicherheitsbedenken (37 Prozent), die Sorge vor Manipulation (32 Prozent) sowie der Verlust des menschlichen Kontakts (30 Prozent).
Grundlage der Studie ist eine im Mai 2026 durchgeführte Online-Befragung von 13.500 Konsumenten in 15 europäischen Ländern, 1.500 davon in Deutschland.












