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Der globale Weg zum lokalen Erfolg

Graham Fairbank, Unternehmenssprecher von Kingfisher, über Potenziale und Herausforderungen des internationalen DIY-Marktes

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Die Bau- und Heimwerker-Branche in Kontinentaleuropa steht vor einer Konzentrationswelle. Zur ersten Liga werden künftig Do-it-yourself-Händler gehören, deren Cash-flow und Gewinn im Heimatland es ihnen ermöglicht, marktführende Positionen zu etablieren und die ihre Größenvorteile möglichst effektiv nutzen – einige wenige pan-europäische Unternehmen, die das größte Stück des Kuchens unter sich aufteilen werden. Dabei gibt es mehrere Wege zum Erfolg.
Graham Fairbank
Head of Corporate Communication von Kingfisher plc, London, Großbritannien
Wachstumschancen auch in den Heimatmärkten
Die Expansion ins Ausland gilt derzeit als Königsweg im Handel. Das US-amerikanische Unternehmen Wal-Mart versucht in Europa Fuß zu fassen, die deutsche Metro erzielt mittlerweile die größten Umsatzzuwächse im Ausland. Auch die europäische DIY-Branche etabliert sich immer mehr außerhalb ihrer Heimatmärkte. Im potenziell riesigen asiatischen Markt etwa konnten OBI und Kingfisher als bisher einzige europäische Baumarktunternehmen erste Erfolge verbuchen. Führen-de DIY-Händler werden künftig international mehr Baumärkte betreiben als im eigenen Land.
Aber: Wer nur in die Ferne blickt, übersieht leicht die Chancen in den Heimatmärkten. Der europäische Home-Improvement-Sektor ist ein attraktiver Wachstumsmarkt, etwa 130 Mrd. € schwer. Ihm wird ein durchschnittliches Wachstum von sechs Prozent bis 2004 vorhergesagt. Die vielen vergleichbaren Produkte und die zersplitterte Lieferantenstruktur machen den europäischen Markt überdies interessant. Sie sind eine gute Voraussetzung für pan- europäische Händler, ihre Unternehmensgröße nutzbringend einzusetzen.
Im richtigen Format und Preis steckt Potenzial
Der europäische Markt bietet viel Raum für weitere Expansionen – vorausgesetzt, Format und Preise stimmen. Ein wichtiger Hebel für die Preisführerschaft ist das Kostenmanagement. Cost-Price-Reduction (CPR)-Programme mit Hauptlieferanten helfen signifikant, die Produktionskosten der Industrie und damit die Einkaufskosten der Händler zu senken. Die Einsparungen können wiederum in Preissenkungen und Serviceleistungen investiert werden, die dem Kunde zugute kommen. Bedingungen, die die Spanne verbessern helfen.
Die Zukunft gehört dem Großformat mit mehr als 40.000 Produkten auf Flächen von über 10.000 Quadratmetern mit weiteren 5.000 Quadratmetern Gartencenter. So belegen britische Marktuntersuchungen, dass alleine London mehr als 40 Großformate aufnehmen kann. Einzugsgebiete rund um Birmingham…
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