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Die Durststrecke hält an

Roland Berger befragte „DIY-Experten“. Das Ergebnis ist manchmal überraschend und für viele wohl wenig ermutigend

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Die Ergebnisse der Befragung von Roland Berger unter Kennern der deutschen Bau- und Heimwerkerbranche hat für einige Aufregung gesorgt. Dabei – dies ist wichtig, vorne weg festgestellt zu werden – ist es eine Befragung, keine wissenschaftliche Untersuchung. Die befragten Personen wurden nach ihrer persönlichen Einschätzung der Zukunft von DIY in Deutschland befragt. Nicht mehr.
Es mag sein, dass die Ergebnisse weniger etwas über die tatsächliche Branchenentwicklung aussagen, als vielmehr etwas über die augenblickliche bundesrepublikanische Bau- und Heimwerkerbefindlichkeit. Danach sieht es, betrachtet man den gesamten Baustoff- und Baumarktbereich, eher düster aus. Denn allgemein wird nach den sogenannten „Experteninterviews“ eine Erholung im DIY-Markt erst ab 2005 erwartet. Der Umsatz der Branche sinkt demnach bis 2005 auf 43,8 Mrd.€ und steigt erst danach bis 2007 wieder auf 45,6 Mrd. € an, erreicht aber nicht das Niveau von 2000 (48,5 Mrd.€)
Verlierer wird demnach vor allem der Fachhandel sein, dessen Marktanteil von 49,4 (1997) auf 46,5 Prozent (2007) sinken wird. Gewinner werden die Baumärkte mit einem Plus von 3,8 Prozent im gleichen Zeitraum sowie die Discounter (+ ein Prozent) sein. Bei den Sortimenten legen Deko- und Erlebnissortimente (Pflanzen, Erde, Gartenmöbel etc.) um bis zu drei Prozent sowie der Light DIY-Bereich (Eisenwaren, Sanitär, Farben Tapeten, Holz, Werkzeug und Maschinen) um bis zu ein Prozent zu. Der harte DIY-Bereich stagniert.
Umsatzentwicklung und Erwartung
(pdf-Datei zu Herunterladen)
Weitere Ergebnisse der Befragung: Bau- und Heimwerkermärkte gehen zunehmend vielfältige Partnerschaften in der Beschaffung ein, die Hersteller übernehmen verstärkt die PoS-Gestaltung und bauen Sortiments-Know-how auf, in allen Sortimentsbereichen ist die Zunahme des Direktbezugs vom Hersteller zu beobachten. Außerdem werden für den Großhandel Beschaffung und Vermarktung ähnlich wichtig wie Logistik.
Entwicklung und Prognose der Vertriebsentwicklung
(pdf-Datei zu Herunterladen)
Ähnlich wie in den Jahren 1997 bis 2002 erfolgen, so Roland Berger weiter, Firmenübernahmen überwiegend horizontal: Einzelhändler kauft also Einzelhändler oder Hersteller übernimmt einen anderen Hersteller. Hauptziele sind dabei Kostendegression und die Erschließung neuer Absatzkanäle. Die zukünftige Konsolidierung erfolgt durch Übernahmen vor allem in den Bereichen Einzelhandel und Hersteller, im Großhandel seinerseits durch Marktaustritte. Dabei wird die Konsolidierungswelle in…
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